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Bob- und Skeleton: Mit Zuversicht in die Olympiasaison

3 EM-Medaillen, 2 vierte Plätze im Gesamtweltcup durch Christine Hengster (Zweier-Bob) und Janine Flock (Skeleton), eine Talentprobe mit Platz 7 bei der WM durch Benjamin Maier im Vierer-Bob und viel gesammelte Erfahrung beim Weltcupfinale auf der Olympia-Bahn in Pyeongchang. Österreichs Bob- und Skeleton-Team kann zum Krafttanken in die Sommerpause abtauchen und mit Zuversicht in Richtung Olympiasaison blicken.

„Wir sind sehr zufrieden mit der Leistung, auf die insgeheim erhofften Top-6 haben leider ein paar Hundertstel gefehlt. Wir wissen, woran wir bis zum nächsten Jahr arbeiten müssen“, blickt Österreichs Bob-Talent Benjamin Maier nach WM-Platz 7 und EM-Bronze mit dem Vierer-Bob (mit Stefan Laussegger, Markus Sammer und Danut Ion Moldovan) bereits Richtung Olympia 2018 in Südkorea.

„Was uns derzeit noch fehlt, ist die Erfahrung. Wir sind eine junge Truppe. Wir sind vereinzelt absolute Weltspitze, machen aber zu oft noch einen Fehler. Ich bin mir sicher, dass wir die mit Hilfe der Erfahrung in den kommenden Jahren abstellen werden“, analysierte Benjamin Maier im Interview bei Sport und Talk im Hangar 7 auf Servus TV.

Wo ihm Österreichs Bob-Legende eine große Zukunft prophezeite: „Er ist ein hervorragender Lenker. Da fehlen nur ein paar kleine Details, bis Benni unsere deutschen Nachbarn ordentlich ärgern wird.“

Den Gesamtweltcup beendete Maier auf den Rängen 7 (Zweier-Bob) und 8 (Vierer-Bob).

EM-Bronze im Damen-Zweier

„Endlich die ersehnte erste EM-Medaille. Ich bin super glücklich", sagte Christine Hengster nach dem Gewinn der ersten EM-Medaille eines österreichischen Damen-Zweier-Bobs. Sie bildete diesmal nicht wie gewohnt mit Sanne Dekker ein Team, sondern hatte die Studentin Onasanya mit an Bord.

1,10 Sekunden fehlen am Ende auf die vor dem Bewerb von der Papierform mögliche Goldmedaille. Hengster war in den drei Weltcup-Bewerben vor der EM in Winterberg mit den Plätzen zwei, sechs und drei doch stets beste Europäerin gewesen. Österreichs Nummer eins beendete den Gesamt-Weltcup auf Rang 4.

EM-Silber im Damen-Skeleton

Die Bilanz von Skeleton-Ass Janine Flock fällt zwiespältig aus. Silber bei der Europameisterschaft in Winterberg, Weltup-Sieg in Lake Placid (USA) und dreimal Platz 3 auf den Weltcup-Stationen in Altenberg (GER), St. Moritz (SUI) und daheim in Igls stehen auf der Haben-Seite. Bei der WM in Königssee blieb nur der enttäuschende elfte Platz und der Olympia-Test in Pyeongchang ging mit Rang 12 ebenfalls daneben. Im Gesamtweltcup belegte die Tiroler Heeressportlerin am Ende Platz 4. „Ich war unkonzentriert und bin völlig neben mir gestanden", war die Enttäuschung bei Janine Flock nach einem „mühsamen und deprimierend Wettkampf" groß.

Für Flock ging es nach dem Saisonfinale am vorigen Sonntag direkt von Südkorea auf Urlaub nach Hawaii. „Ich freue mich auf meine 'Ich-Zeit'. Auf Maui werde ich in Ruhe die Saison reflektieren. Ich will mir all jener Faktoren bewusst werden, die mich ausgebremst und limitiert haben. Für mich geht es in Pyeongchang 2018 um meinen großen Traum: eine Olympiamedaille. Dafür gebe ich mein Bestes", betont die Tirolerin.

Am Tag des Sports am 23. September 2017 gibt es die Möglichkeit mit Janine Flock, Christine Hengster, Benjamin Maier und Co. zu plaudern, sich ein Autogramm zu holen und auch sich selber einmal auf der Bob-Anschiebestation auszuprobieren. Wir freuen uns darauf!


Benjamin Maier und sein Team auf ihrem eisigen Weg Richtung Olympia 2018 in Pyeongchang. Foto (c) GEPA
26.03.2017 19:40

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