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Das Runde muss aufs Eckige - mit 140 km/h

Aus der Serie "Unsere Verbände stellen sich vor": Der Österreichische Tischtennisverband (ÖTTV) besteht aus neun Landesverbänden mit etwa 550 Vereinen und 26.500 aktiven Mitgliedern und ist durch zweimal Platz fünf und einmal Platz neun der zweiterfolgreichste der Olympischen Spiele 2016. Aktuell ist Österreich amtierender Mannschafts-Europameister bei den Herren und Vize-Europameister 2014 bei den Damen. Der größte Erfolg der Neuzeit war Werner Schlagers Weltmeistertitel 2003.

Der ÖTTV ist Mitglied des 1926 gegründeten Weltverbandes ITTF, der mit 226 Mitgliedsverbänden der größte der Erde ist. Seit 1988 ist Tischtennis Teil des Olympischen Programmes. Das ÖTTV-Team holte 2008 Platz vier, Werner Schlager im Einzel 2000 Rang fünf.
Der Ursprung des Tischtennis liegt in England, wo es 1874 erstmals schriftlich erwähnt wurde: Das Spiel entwickelte sich aus dem „normalen“ Tennis und wurde erst vom englischen Adel im Freien gespielt. Man verwendete einen Gummiball oder auch eine Kugel aus Kork. Später benannte man das Spiel in Lawn-Tennis (Rasen-Tennis) um. Wegen des berüchtigten englischen Regenwetters verlegte man das Spiel dann in die Wohnung und benutzte Tische als Tennisfeld. Eine Schnur diente als „Netz“, als Schläger nahm man Federballschläger, Bücher oder gar Bratpfannen. Folgerichtig benannte man das Spiel wieder um, es hieß nun Raum-Tennis, später wegen des Klanges Ping Pong.

In Österreich trat Tischtennis zum ersten Mal 1901 in der Sportanlage "Pole-Nord" der Heimstätte des Hietzinger Sportclubs, in Erscheinung und rasch zählten die ÖTTV-Spieler zur Weltelite: Fünf Weltmeistertitel geben Zeugnis hiervon: 1927 Liebster-Thum im Herren-Doppel und Fanchette Flamm im Damen-Doppel, 1936 im Herren-Team mit Bergmann, Goebel, Hartinger, Kohn, Liebster und Heinrich Nitschmann, 1937 Richard Bergmann, 1938 Trude Pritzi. Nach dem Weltkrieg wurde Trude Pritzi 1947 in Paris noch einmal Weltmeisterin im Damen-Doppel und 1951 in Wien Dritte, wo auch Österreichs Damenmannschaft (Pritzi und Wertl) Silber gewann. Linde Wertl errang drei weitere WM-Silbermedaillen: Im Mixed 1951 bei der Heim-WM in Wien und 1953 in Bukarest sowie 1955 in Utrecht im Damen-Einzel.

Mit Spielerpersönlichkeiten, wie etwa Stanislaw Fraczyk, Ding Yi, Qian Qianli und Kostadin Lengerov, Liu Jia und zuletzt Chen Weixing konnte der österreichische Tischtennissport wieder Impulse setzen. Werner Schlager profitierte durch das hohe Trainings-Niveau und belohnte sich 2003 sensationell mit dem WM-Titel in Paris. Liu Jia holte 2005 EM-Gold.

Der ÖTTV konnte auch als Veranstalter von Top-Events große internationale Anerkennung finden. Nach Weltmeisterschaften 1933 und 1937 in Baden sowie 1951 in Wien, glänzte man 2013 mit der EM in Schwechat, dem Team-Weltcup 2009 und dem Women´s World Cup 2014 jeweils in Linz. Das Highlight 2017 sind die Austrian Open in Linz (19.-24.9.), die zur neuen Platin-Serie zählen.

Hompage: Link öffnet in externem Fenster:  www.oettv.org

Saisonhöhepunkte Tischtennis 2017 im Überblick:

29. Mai - 5. Juni, Weltmeisterschaft, Düsseldorf (Deutschland)
14. – 18 Juni, Platin Tour, Tokio (Japan)
20. – 25. Juni, Platin Tour, Chengdu (China)
2. – 7. Juli, Platin Tour, Brisbane (Australien)
13. – 17. September, Team-Europameisterschaft, Luxemburg
19. – 24. September, Platin Tour, Austrian Open (Linz)
20. – 22. Oktober, Weltcup Männer, Liege (Belgien)
27. – 29. Oktober, Weltcup Frauen, Markham (Kanada)
7. – 13. November, Platin Tour, Magdeburg (Deutschland)
26. November – 3. Dezember, Junioren-WM, Riva del Garda (Italien)
14. – 17. Dezember, World Tour Finale, Ort offen


Österreichs fünfmalige Olympiastarterin Liu Jia spielt derzeit bei der WM in Düsseldorf (c) GEPA pictures
01.06.2017 10:41

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