Schlag(er) den Weltmeister!

PK , Pressekonferenz Tag des Sports, Praesentation der Sonderbri

Es war ein Moment, der für immer einen festen Platz in Österreichs Sportgeschichte haben wird. Im Mai 2003 krönte sich Werner Schlager in Paris sensationell zum Tischtennis-Weltmeister und bejubelte den mit Abstand größten Erfolg seiner Karriere. Vier Monate später war er beim dritten Tag des Sports – wer möge es den zehntausenden Fans auf dem Wiener Heldenplatz verdenken – der „Most Wanted Man“ und wurde wie ein Volksheld gefeiert. Eine besondere Ehre inklusive.


Denn gleich zu Beginn des sportlichsten Tages des Jahres erhielt Schlager als erster lebender Sportler Österreichs eine eigene Sonderbriefmarke. Anschließend nahm sich der Niederösterreicher reichlich Zeit für Autogramme, Erinnerungsfotos und forderte die Besucher:innen unter dem Motto „Schlag den Schlager“ sogar selbst an die Tischtennisplatte. Vereinzelte Punktgewinne gegen ihr Idol wurden von den Fans selbst wie Weltmeistertitel zelebriert.

Premiere des Herminators

Doch Schlager war bei weitem nicht der einzige, den die Besucher:innen an jenem 27. September 2003 wie einen Nationalhelden feierten. Rund um die Mittagszeit hallten plötzlich „Hermann, Hermann“-Sprechchöre über den prall gefüllten Heldenplatz. Und nur Sekunden später betrat der Doppel-Olympiasieger erstmals die Bühne des größten Sportfests des Landes. Hermann Maier war endlich da! „Unglaublich. Ich fühle mich wie bei einem Heimrennen, die Stimmung ist ja sensationell“, sagte der Herminator damals.


Mit Stephan Eberharter, Felix Gottwald, Mirna Jukić, Barbara Schett und vielen weiteren Größen des österreichischen Sports machte er den Heldenplatz einmal mehr zum Treffpunkt der heimischen Sportelite. Insgesamt wurden mehr als 300 Spitzensportler:innen ausgezeichnet, darunter über 200 Medaillengewinner:innen von Welt- und Europameisterschaften.

Vielfalt, Mitmachen & Rekordbesuch

Von erfolgreichen Nachwuchsnationalteams über den Behindertensport bis hin zu den Wintersportler:innen zeigte der Tag des Sports zudem eindrucksvoll, wie vielfältig und erfolgreich Österreichs Sportlandschaft im Jahr 2003 war.


Abseits der Ehrungen wartete auf die Besucher:innen ein umfangreiches Mitmachprogramm. Rund 70 Sportverbände präsentierten ihre Disziplinen, mehr als 60 Stationen luden dazu ein, Sport selbst zu erleben. Vom Kletterturm über den Flugsimulator und den Outdoorpool bis hin zum Radrenn-Simulator oder „Skispringen für Jedermann“. Der Gedanke, Spitzensport nicht nur zu feiern, sondern selbst aktiv zu werden, prägte den gesamten Tag.


Der Andrang war entsprechend groß: Rund 70.000 Besucher:innen strömten auf den Wiener Heldenplatz und sorgten für einen neuen Rekord. Der dritte Tag des Sports war bei weitem nicht nur die Bühne für Schlagers historischen Weltmeistertitel oder die Premiere des Herminators, sondern auch ein eindrucksvoller Beleg dafür, wie sehr sich die Veranstaltung innerhalb kurzer Zeit entwickelt und im österreichischen Sportkalender etabliert hatte.