Kaiserwetter, Jahrmarktstimmung und ein Staraufgebot, das sich sehen lassen konnte: Bei seiner neunten Auflage verwandelte der Tag des Sports den Wiener Heldenplatz einmal mehr in Österreichs größte Sportbühne. Mehr als 100 Verbände und Sportorganisationen präsentierten sich, rund 400 Athlet:innen wurden im Laufe des Tages geehrt – und vor allem Familien und junge Sportfans strömten in Scharen ins Herzen Wiens.
Von früh bis spät herrschte auf dem Heldenplatz Hochbetrieb. In rund 120 Pagoden wurde informiert, ausprobiert und vorgeführt, auf drei Bühnen wechselten sich Sport, Show und Ehrungen ab. Das Besondere dabei: Weltmeister:innen und Weltcupsieger:innen standen nur wenige Meter neben Sportarten, die sonst selten eine derart große Öffentlichkeit bekommen. Aus dem einstigen Freiluft-Sportfest war längst ein riesiger Treffpunkt der gesamten österreichischen Sportfamilie geworden.
Stars im Dauereinsatz
Und an großen Namen mangelte es 2009 wahrlich nicht. Der frischgebackene Tischtennis-Vize-Europameister Werner Schlager war ebenso dabei wie die Skisprung-Asse Gregor Schlierenzauer, Thomas Morgenstern und Wolfgang Loitzl. Benjamin Raich, Manfred Pranger und Reinfried Herbst vertraten die Alpinen, Mirna und Dinko Jukić den Schwimmsport.
Einen besonders langen Arbeitstag erwischte ÖFB-Teamchef Dietmar Constantini. Rund zweieinhalb Stunden lang schrieb er Autogramme und erfüllte die Wünsche der Fußballfans. Neu war auch ein eigenes Fanposter, auf dem die Stars des Tages versammelt waren. Im Autogramm-Corner konnte es Stück für Stück mit den Unterschriften der österreichischen Sportgrößen gefüllt werden.
Der Blick geht nach vorne
Während die Stars der Gegenwart gefeiert wurden, warfen die nächsten großen Sportereignisse bereits ihre Schatten voraus. Besonders die Handball-Europameisterschaft 2010 im eigenen Land war auf dem Heldenplatz nicht zu übersehen. Der Österreichische Handball-Bund errichtete gleich ein komplettes Spielfeld und machte Lust auf das bevorstehende Heimturnier. Auch die Volleyball-EM 2011 rückte erstmals stärker ins Blickfeld.
Rund 120 Mitmachstationen komplettierten das riesige Angebot. Vom Zuschauen ging es dabei immer wieder direkt zum Ausprobieren, Neues kennenlernen und vielleicht sogar die eigene Sportart entdecken. Genau diese Mischung aus Spitzensport und Bewegung machte den Heldenplatz für zehn Stunden zu einem riesigen Sportplatz mitten in Wien.