Countdown für Davis-Cup-Kracher läuft

Medientermin Davis Cup

In etwas mehr als einer Woche wurde auf der Anlage des Wiener Athletiksport Clubs (WAC) im ältesten noch in seiner ursprünglichen Form erhaltenen Fußballstadion Österreichs jener Sandplatz aus dem Boden gestampft, auf dem das Austria Davis Cup Team am 18. und 19. September 2026 auf die starke Mannschaft aus Belgien treffen wird. In diesem wichtigen Duell geht es für Österreich um die zweite Teilnahme in Folge am „Final 8“ der acht besten Tennisnationen der Welt, das Ende November in Bologna (ITA) ausgetragen wird.


Nachdem zunächst der Rasen im WAC auf einer Fläche von 42 mal 22 Metern abgetragen wurde, lieferte das heimische Bauunternehmen Granit am 20. August nicht weniger als 300 Tonnen Schotter für den Unterbau des Tenniscourts an. Auf die 15 Zentimeter hohe Schotterunterlage wurde eine Schicht aus Kalkstein eingebracht, die von sieben auf fünf Zentimeter verdichtet wurde. Als letzter Schritt des Platzbaus wurde der rote Tennissand aufgetragen und mit Walzen von einem Zentimeter auf eine Höhe von exakt vier Millimeter gebracht.

French-Open-Bauweise

Damit ist der Platz für den Davis-Cup-Länderkampf gegen Belgien im WAC genau gleich aufgebaut wie die Courts bei den French Open in Paris. „Diese Bauweise hat den Vorteil, dass sich der Platz innerhalb kurzer Zeit in einem harten Zustand präsentiert und bereits vier bis fünf Tage nach der Fertigstellung bespielbar ist“, erklärt Johann Tikale, renommierter Tennis- und Sportanlagenbauer aus Korneuburg.


„Wir freuen uns sehr, dass der Davis Cup nach 18 Jahren wieder nach Wien zurückkehrt! Damit unterstreicht unsere Stadt einmal mehr ihren Ruf als internationale Sportmetropole. Das Jahr 2026 steht ganz im Zeichen des Spitzentennis: Mit der entscheidenden Davis-Cup-Qualifikationsrunde im September und den Erste Bank Open im Herbst positionieren wir Wien endgültig als echte Tennishauptstadt. Die Partnerschaft der Stadt Wien mit diesen hochkarätigen Events ist ein starkes Signal für den Sport- und Eventstandort“, betonte Gemeinderat Christian Deutsch im Rahmen eines Lokalaugenscheins am Schauplatz des Kräftemessens gegen Belgien, bei dem auch ÖTV-Präsident Richard Grasl, ÖTV-Sportdirektor und -Davis-Cup-Kapitän Jürgen Melzer, ÖTV-Geschäftsführer Wirtschaft Thomas Schweda sowie WAC-Präsident Martin Kirnbauer anwesend waren.

„Eigene Gesetze“

„Das Kribbeln ist auf jeden Fall schon da. Wir sind alle voller Vorfreude, dass der Davis Cup nach 18 Jahren wieder zurück in Wien ist – und das an einem so historischen Platz, an dem im Jahr 1902 einst das erste Länderspiel der Geschichte von Österreichs Fußball-Nationalmannschaft stattgefunden hat. Wir sind natürlich Außenseiter. Aber das ist eine Situation, mit der wir in letzter Zeit gut zurechtgekommen sind – und vielleicht schaffen wir es ja wieder“, sagte ÖTV-Präsident Richard Grasl.


„Die Ausgangsposition ist relativ ähnlich wie zuletzt gegen Ungarn oder Japan. Dort waren wir auch Außenseiter, konnten uns letztlich aber dennoch durchsetzen. Der Davis Cup hat einfach seine eigenen Gesetze. Wir werden gegen Belgien ein perfektes Wochenende brauchen, um hier erfolgreich sein zu können. Aber wie schon erwähnt: Die Jungs haben das in der Vergangenheit immer sehr gut gemacht, und ich habe vollstes Vertrauen, dass wir uns an dem Wochenende eine Chance erspielen werden“, ist Davis-Cup-Kapitän Jürgen Melzer überzeugt.

Fans als Faktor

Dass die Fans beim Davis Cup zu einem entscheidenden Faktor werden können, ist kein Geheimnis. Im ersten Länderkampf in Wien seit 18 Jahren baut das Austria Davis Cup Team gegen Belgien auch auf den Heimvorteil im 4.000 Zuschauerinnen und Zuschauer fassenden Stadion im WAC, das an den zwei Spieltagen zu einem echten Hexenkessel werden soll!