„Freude am Sport vermitteln“

Hämmerle Olympiasieg

Vom Olympiasieg auf den Heldenplatz: Snowboardcrosser Alessandro Hämmerle spricht im Interview über seinen zweiten Gold-Coup, seine ungebrochene Begeisterung für den Sport, neues Familienglück und die Vorfreude auf den Tag des Sports.

Alessandro, wie blickst du ein halbes Jahr später auf deinen zweiten Olympiasieg zurück?

Alessandro Hämmerle: Ausschließlich positiv. Es war ein unglaubliches Gefühl, nochmals Olympiasieger zu werden und diese Freude und Emotionen mit Familie, Freunden und Fans teilen zu dürfen.

Was treibt dich nach all deinen Erfolgen noch an?

Hämmerle: Es ist die pure Freude am Sport. Mein Traum war nie nur Olympiasieger zu werden, sondern Snowboard-Profi. Diesen Traum lebe ich noch immer. Mit der Heim-WM wartet 2027 natürlich auch ein besonderes Highlight.

Am 26. September geht’s für dich auf den Wiener Heldenplatz. Was bedeutet dir der Tag des Sports?

Hämmerle: Für den Tag des Sports kommen wir Vorarlberger sehr gerne nach Wien. Es ist eine schöne Wertschätzung und eine tolle Gelegenheit, sich mit sportbegeisterten Menschen auszutauschen, andere Athletinnen und Athleten und auch seine eigenen Idole zu treffen.

Wer waren denn deine Vorbilder?

Hämmerle: Im Snowboardcross war es Markus Schairer. In Österreich hat natürlich Hermann Maier meine Generation geprägt. International habe ich zu Cristiano Ronaldo und Roger Federer aufgeschaut.

Für viele Kinder bist du selbst ein Vorbild. Was möchtest du ihnen mitgeben?

Hämmerle: Ich versuche immer, die Freude am Sport zu vermitteln. Einfach neue Sportarten ausprobieren und vor allem Spaß haben. Sport sollte Teil des Alltags sein, das ist auch für die Gesundheit enorm wichtig.

Du bist vor Kurzem Papa geworden. Wie geht es euch als Familie und wie erlebst du deine neue Vaterrolle?

Hämmerle: Uns geht es bestens. Ich genieße es, aktuell viel Zeit mit meiner Familie verbringen zu können. Wie es dann im Winter mit den vielen Reisen aussieht, darauf bin ich selbst gespannt. Mein Blick auf den Sport wird sich sicher etwas verändern.

Auch deine Brüder waren im Snowboardsport aktiv. Welche Rolle spielt der Faktor Familie im Sport?

Hämmerle: In meinem Fall eine sehr große. Mein älterer Bruder hat mir speziell in der Jugend den Weg geebnet. Von seinen Erfahrungen und Tipps habe ich während meiner gesamten Karriere profitiert.