Von Peking in den Prater: Ein halbes Jahr nach den Olympischen Winterspielen waren Österreichs Medaillenheld:innen wieder vereint – diesmal allerdings ohne Rennanzug, Helm und Zeitdruck. Beim Tag des Sports 2022 standen Autogramme, Selfies und Begegnungen mit den Fans auf dem Programm. Für einen Tag rückten die Stars des erfolgreichen Olympiawinters noch einmal ganz nah an das heimische Publikum.
Einen besonderen Tag erlebte Johannes Strolz. Der Vorarlberger hatte sich in Peking überraschend zum Doppel-Olympiasieger gekrönt und war mit einer weiteren Silbermedaille zu einem der rot-weiß-roten Stars der Winterspiele avanciert. Entsprechend „anders“, wie Strolz es selbst vorsichtig formulierte, erlebte er auch den Tag des Sports. „Unglaublich schön, wie viele Menschen mir weiterhin gratulieren und sich für mich mitfreuen“, meinte der Vorarlberger.
Die vielen Begegnungen mit den Fans seien für ihn „eine sehr schöne Sache“. Doch Strolz war bei Weitem nicht der einzige Sportstar, der sich im Wiener Prater feiern lassen durfte. Auch Alessandro Hämmerle und Matthias Mayer sowie Katharina Liensberger und Lisa Hauser waren mittendrin. Dazu kamen unter anderem die Paralympics-Siegerinnen Veronika und Elisabeth Aigner.
Insgesamt wurden bei der 21. Auflage rund 350 Top-Athlet:innen geehrt – darunter zahlreiche Olympiasieger:innen, Welt- und Europameister:innen. Der erfolgreiche rot-weiß-rote Sportwinter bekam damit ein halbes Jahr nach Peking noch einmal seine große Bühne.
Doch nicht nur im Winter wurde 2022 Geschichte geschrieben: Das ÖFB-Frauen-Nationalteam erreichte bei der EM in England das Viertelfinale, David Alaba gewann mit Real Madrid Champions League und Meisterschaft und Sofia Polcanova krönte sich in München zur Tischtennis-Europameisterin im Einzel und Doppel.
100.000 Quadratmeter Sport
Doch der Tag des Sports gehörte längst nicht nur den Stars. Auf mehr als 100.000 Quadratmetern präsentierten sich 122 Sportverbände, rund 100 Mitmachstationen verwandelten das Areal rund um das Ernst-Happel-Stadion in einen riesigen Sportplatz.
In vier Zonen konnten sich die Besucher:innen in den unterschiedlichsten Disziplinen versuchen: von Fußball, Rugby und Karate über Baseball und Lacrosse bis hin zu Tanzsport, Hockey und Rhythmischer Gymnastik. Dazu kamen Workshops, Vorführungen und Talks. Beim Baseball etwa konnten Interessierte unter Anleitung von Nationalteamspielern das Werfen und Fangen ausprobieren oder im Batting Cage selbst zum Schläger greifen.
Begeisterung trotz Herbstwetter
Nur das Wetter wollte an diesem Tag nicht ganz mitspielen. Wind und kühle Temperaturen begleiteten die 21. Ausgabe, der Begeisterung im Prater tat das jedoch keinen Abbruch. „Schön, dass sich so viele Leute vom schlechten Wetter nicht abschrecken ließen“, freute sich Manuel Feller.