Der Heldenplatz feiert ein Vierteljahrhundert Tag des Sports! Hunderttausende Besucher:innen strömen am Samstag bei Kaiserwetter zur 25. Ausgabe von Österreichs größtem Open-Air-Sportevent auf den Wiener Heldenplatz. Seit 10 Uhr vormittags wird ausprobiert, gestaunt, geehrt, gefeiert und fleißig nach Autogrammen und Selfies gejagt. Rund 80 Mitmachstationen und mehr als 500 Sportler:innen von einst und jetzt machen die Jubiläumsausgabe zu einem großen Fest des österreichischen Sports.
Pünktlich um 10 Uhr wurde der Jubiläumstag von Vizekanzler und Sportminister Andreas Babler und Sport-Staatssekretärin Michaela Schmidt offiziell eröffnet. Bereits Minuten nach der Eröffnung füllte sich das Areal zwischen Burgtor und Hofburg, an den zahlreichen Pagoden und Mitmachstationen und vor den drei Bühnen herrschte reger Andrang.
„Zuerst einmal gratuliere ich zum 25-Jahr-Jubiläum. Das ist eine große Leistung, und man sieht, wie sich der Tag des Sports über die Jahre entwickelt hat. Besonders wichtig ist mir, dass die Menschen hier unterschiedlichste Sportarten selbst ausprobieren und vielleicht auch Sportarten kennenlernen, mit denen sie bisher noch nicht in Berührung gekommen sind. Vielleicht findet der eine oder die andere dabei sogar eine neue Leidenschaft und klopft danach bei einem Verein an. Genau das ist das Ziel“, sagte Schmidt.
Sportminister Babler ergänzte: „Am Tag des Sports kommen Jahr für Jahr tausende Menschen zusammen, um den Sport zu feiern. Und das besondere ist auch, dass man mit Sportarten in Kontakt kommt, die man normalerweise nicht so am Schirm hat. Das zeigt, wie wichtig und vielfältig der Sport für uns alle ist. Für mich persönlich ist der Tag des Sports auch ein Stück Heimkommen. Ich habe mehr als 13 Jahre aktiv Basketball gespielt, deshalb gehört ein Besuch bei Basketball Austria für mich natürlich dazu.“
Ehre, wem Ehre gebührt
Auf den drei Bühnen wird über den ganzen Tag hinweg ein abwechslungsreiches Programm geboten. Bereits am Vormittag sorgten auf der Hauptbühne Cheerleading, ein Hip-Hop-Workshop und Turnsport Austria für sportliche Unterhaltung. Dazu rückten unter anderem die Winter Deaflympics 2027 und die Sport Austria Finals ins Rampenlicht. Einer der Höhepunkte folgte zu Mittag mit den erfolgreichen Athlet:innen der Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2026.

Am frühen Nachmittag blickten außerdem Sportlegenden wie Michaela Dorfmeister, Alexandra Meissnitzer und Jürgen Melzer gemeinsam auf 25 Jahre Tag des Sports zurück. Mirna Jukić-Berger, einst als erfolgreiche Sportlerin als Star-Gast beim Tag des Sports und inzwischen Projektleiterin im Sportministerium, bedankte sich bei ihren früheren Weggefährt:innen: „Für mich ist der Tag des Sports etwas ganz Besonderes. Inzwischen fühlt es sich an wie ein Klassentreffen. Ich möchte mich sehr herzlich bei euch allen bedanken, es ist nicht selbstverständlich, dass ihr alle hier seid. Ich hoffe, wir können den Tag gemeinsam sportlich ausklingen lassen.“
Anschließend gehörte die Hauptbühne Österreichs erfolgreichen Sportstars der Gegenwart: Die Olympia-Goldmedaillengewinner Katharina Huber, Benjamin Karl und Alessandro Hämmerle, Riesentorlauf-Weltcupsiegerin Julia Scheib, Para-Schwimmer Andreas Ernhofer sowie die erfolgreichen Aigner-Geschwister wurden unter anderem für ihre Leistungen im vergangenen Jahr ausgezeichnet.
Zeitreise durch 25 Jahre
Zu den neuen Publikumsmagneten der Jubiläumsausgabe zählt das erstmals eingerichtete Sportmuseum. Dort führt eine Zeitreise durch 25 Jahre österreichische Sportgeschichte, während zahlreiche Original-Trophäen, Medaillen und Erinnerungsstücke große Erfolge greifbar machen. Die legendäre Kitzbühel-Gams, die Adelboden-Glocke, der 50 Jahre alte Meisterteller der Fußball-Bundesliga oder die Meisterpokale der Graz99ers und Kapfenberg Bulls sind ebenso zu sehen wie Medaillen von Mirna Jukic-Berger und Dominic Thiems Siegerpokal aus der Wiener Stadthalle.

Mit einem originalen NIKI können die Besucher:innen sogar selbst Teil der Ausstellung werden und vor einer eigenen Rückwand für Erinnerungsfotos posieren. Lebensgroße Figuren von Marcel Hirscher, David Alaba und Marko Arnautović sowie zahlreiche rot-weiß-roten Nationalteamdressen von verschiedenen Sportarten, die über den Köpfen der Besucher:innen das Museumszelt schmücken, komplettieren die sportliche Zeitreise.
80 Möglichkeiten zum Mitmachen
Doch auch bei der 25. Ausgabe gilt: Zuschauen allein ist zu wenig. An rund 80 Mitmachstationen können kleine und große Sportfans selbst aktiv werden. Von der Mini-Skisprungschanze über Rodeln und Bob bis zu Tennis, Padel und 3×3-Basketball reicht das Angebot. Auch die Tägliche Bewegungseinheit ist mit einem eigenen Open-Air-Turnsaal vertreten. Dazu kommen Show-Acts, Talks, Ehrungen und Begegnungen mit zahlreichen Olympiasieger:innen, Welt- und Europameister:innen.

Was 2001 mit 20 Verbänden und fünf Mitmachstationen begann, ist 25 Jahre später zu einem Fixpunkt im österreichischen Sportkalender geworden. Und die Jubiläumsausgabe ist noch lange nicht vorbei: Bis in den Abend hinein wird der Wiener Heldenplatz zur großen Bühne für Spitzensport, Bewegung und Begegnung. Bei freiem Eintritt und bestem Sportwetter!