Zum 25. Jubiläum hat sich der Tag des Sports den erfolgreichsten Athlet:innen des Landes ein besonderes Geschenk gemacht. Die Ehrungen fanden heuer erstmals nicht mehr im „Hall of Fame“-Zelt statt, sondern auf einer eigenen, größeren Ehrungsbühne unter freiem Himmel. Und die stand, weil es passender nicht sein hätte können, direkt vor dem Heldentor.
Eröffnet wurde die Ehrungsbühne schon am Vormittag vom Sektionschef des Sportministeriums Marcel Chahrour, der seinen ersten Tag des Sports in neuer Funktion beging und damit selbst seine Premiere feierte.
Bäume statt Pokale
Rund 300 Athlet:innen aus rund 30 Verbänden gaben sich dann auf der Bühne, die zum 25. Mal (!) von Andi Marek als Moderator begleitet wurde, die Klinke in die Hand. Statt Pokalen oder Medaillen gab’s aber neuerlich etwas, das weiterwächst: Jede Urkunde steht nämlich nicht nur für sportliche Höchstleistung, sondern für genau einen gepflanzten Baum.
Gemeinsam mit der Naturinitiative Baumbuddy verwandeln Österreichs Sporterfolge Jahr für Jahr Waldflächen in Oberösterreich in klimastabile Mischwälder. Der Sportler:innen-Wald zählt mittlerweile weit über 1.000 Bäume – und heuer kommen wieder viele dazu. So wird aus sportlichem Erfolg ein nachhaltiges Vermächtnis: Bäume statt Pokale, Zukunft statt Staub im Regal.
„Ambiente und Flair sind unvergleichlich“
Das einzigartige Ambiente vor dem Heldentor begeisterte die Athlet:innen. „Das Ambiente und das Flair sind unvergleichlich. Es war der richtige Schritt, vom Zelt raus und auf die große Bühne zu gehen“, schwärmte beispielsweise Heiko Gigler, Dritter bei der Kurzbahn-EM über 100m Lagen.
Alpinrodler Nico Edlinger stimmte zu: „Es ist um einiges besser, weil mehr Leute da sind. Die Stimmung ist besser, die Sichtbarkeit größer. Das Feeling, das man als Sportler hat, ist einfach viel besser“, sagte der Europameister und Gesamtweltcup-Dritte unmittelbar nach seinem Abgang von der großen Bühne.
„Zehn von Zehn“
Ringerin Martina Kuenz, die für EM-Bronze ausgezeichnet wurde, sagte: „Super, dass wir heraus auf die große Bühne geholt wurden. Im Zelt waren wir immer nur unter uns, hatten kaum Publikum. Heute waren richtig viele Leute da und haben ihre Wertschätzung bekundet.“
Von Gehörlosensport über Pferdesport, Klettern und Kraftdreikampf bis zum Tischfußball – die Vielfalt des österreichischen Sports war beim insgesamt vierstündigen Ehrungsmarathon und strahlendem Sonnenschein einmal mehr live zu erleben.
Heiko Gigler sprach den hunderten Fans und Autogrammjäger:innen dann noch aus der Seele: „Wenn das Wetter mitspielt, ist der Tag des Sports eine Zehn von Zehn. Es ist jedes Jahr ein Highlight.“