Neben den rund 30 Sportverbänden hatten am Tag des Sports auch heuer wieder vier Institutionen ihren fixen Platz auf der Ehrungsbühne: Justiz, Polizei, Bundesheer und Zoll zeichneten ihre erfolgreichsten Spitzensportlerinnen und Spitzensportler aus.
Die zahlreichen Stars sind der Beweis dafür, wie gut sich eine duale Karriere zwischen Beruf und Höchstleistungssport vereinbaren lässt.
Athleta: Vom Projekt zum Programm?
Den Anfang machte die Spitzensportförderung des Justizministeriums, „Athleta“ – genau ein Jahr nach ihrer Vorstellung am Tag des Sports 2025. Die stellvertretende Generaldirektorin, Dr. Caroline Walser, und der sportliche Koordinator des Programms, Kontrollinspektor Mario Schindler, ehrten gemeinsam sechs Athletinnen und Athleten: Hyrox-Welt- und -Europameisterin Tanja Stroschneider, Jiu-Jitsu-Europameister und Vize-Weltmeister Matthias Weisz, Mountainbike-Orienteering-Europameisterin Jana Hnilica, Junioren-Weltmeisterin Heidi Bucher (Langlauf), Junioren-Europameister und -Vizeweltmeister Fabio Zauser (Rodeln) sowie Bobpilotin Lea Haslwanter.
Mit ihren zahlreichen Erfolgen lieferten die heimischen Justizwache-Beamt:innen die besten Gründe dafür, dass aus dem Athleta-Projekt nach der Pilotphase künftig ein langfristiges Programm werden soll.
Wintersport-Stars „schneller als die Polizei erlaubt“
Seitens des Innenministeriums übergaben Abteilungsleiterin Mag. Elena-Katharina König und Spitzensportkoordinator Reinfried Herbst die Auszeichnungen in vier Kategorien. Es waren größtenteils Ski- und Snowboard-Asse, die vergangenen Winter schneller waren als die sprichwörtliche Polizei erlaubt.
Polizeisportlerin des Jahres wurde Ski-Ass Julia Scheib ausgezeichnet, die nach fünf Weltcup-Riesenslalom-Triumphen über ihre erste kleine Kristallkugel jubelte. Den Award als Polizeisportler des Jahres nahm Olympia-Bronzemedaillengewinner Jakob Dusek (Snowboardcross) entgegen.
Auch die Behindertensportlerin des Jahres – zum wiederholten Mal sicherte sich Para-Ski-Fahrerin Veronika „Vroni“ Aigner dank vier Paralympics-Goldmedaillen und einer -Silbermedaille den Titel – kam aus den Reihen von Ski Austria.
Als Newcomerin des Jahres wurde mit Inga Boruch (EM-Gold, WM-Bronze) hingegen eine der erfolgreichsten heimischen Jiu-Jitsu-Kämpferinnen geehrt.
Dreier und Grochar haben „something to declare“
Wäre der Heldenplatz eine Ankunftshalle, Sarah Dreier und Thomas Grochar hätten am Heimweg durch das Heldentor definitiv etwas zu „verzollen“. Die beiden Wintersportler nahmen am 25. Tag des Sports nämlich die Auszeichnungen als Zollsportler:in des Jahres entgegen.
Sektionschefin Mag. Dr. Angelika Schätz und die Vorständin des Zollamts Österreich, Dr. Andrea Reuter, unterstützt von Jürgen Schneider und Walter Hainzer, übergaben die Trophäen. Skibergsteigerin Dreier ist seit 2023 die erste ihrer Disziplin im Zollsport und holte heuer erneut EM-Gold in „Vertical“. Para-Ski-Fahrer Grochar holte bei den Paralympics in Mailand/Cortina in der Superkombination Bronze.
Habt Acht vor sieben Award-Gewinner:innen
Den Abschluss auf der neu geschaffenen Ehrungsbühne gab das Österreichische Bundesheer mit dem Military Sports Award in gleich sieben Kategorien!
Aufsteigerin des Jahres wurde Wakeboarderin Mariella Flemme, Aufsteiger des Jahres Andreas Gfrerer (Nordische Kombination). Zur Behindertensportlerin des Jahres wurde die gehörlose Badminton-Spielerin Katrin Neudolt gekürt, zum Behindertensportler des Jahres Ski-Ass Johannes Aigner.
Als Mannschaft des Jahres wurde das Skisprung-Team um Jan Hörl ausgezeichnet, während Alessandro Hämmerle (Snowboard) zum Sportler des Jahres und Janine Flock (Skeleton) zur Sportlerin des Jahres gekürt wurden.