Ein Jubiläum für die Geschichtsbücher

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„Es war ein wunderschöner Tag, die weite Anreise aus dem Ländle hat sich definitiv gelohnt. Es ist faszinierend, wie viele Kinder sich für die unterschiedlichsten Sportarten begeistern und den Tag des Sports zu dem machen, was er heute ist: Ein Fest für die ganze Familie“, sagte Doppel-Olympiasieger Alessandro Hämmerle.

Tage wie diese geben zudem einen „extremen Motivationsschub“ für die kommende Saison: „Die Begegnungen mit den Fans, und die Freude, die sie ausstrahlen. Das ist Ansporn pur für die kommende Saison mit dem Höhepunkt der Heim-WM im Montafon.“

Mit reichlich Rückenwind verließ auch Riesentorlauf-Weltcupsiegerin Julia Scheib den Heldenplatz. „Man bekommt während der Saison natürlich mit, dass viele Menschen mitfiebern. Aber hier am Tag des Sports erlebt man diese Begeisterung noch einmal ganz anders und ganz unmittelbar“, sagte die Steirerin.

Lange ausruhen will sie sich auf ihrem bisher größten Karriereerfolg aber nicht: „Mit der Kugel habe ich mir ein Lebensziel erfüllt, darauf bin ich unglaublich stolz. Aber die nächsten Ziele sind schon da. In einem Monat beginnt die neue Saison und darauf freue ich mich riesig.“

Das Who’s who am Heldenplatz

Überhaupt ließ sich das Who’s who des heimischen Sports die Jubiläumsausgabe nicht entgehen. Mit den Olympiasieger:innen Katharina Huber, Benjamin Karl, Jan Hörl und Stephan Embacher sowie den erfolgreichen Paralympics-Geschwistern Veronika und Johannes Aigner waren die erfolgreichsten rot-weiß-roten Athlet:innen des Olympia-Winters vertreten. „Beim Tag des Sports kommen dann noch einmal all die Emotionen meiner Erfolge Winters hoch. Es ist einfach schön, hier gemeinsam zu feiern“, freute sich Veronika Aigner. Und Bruder Johannes ergänzte: „Ich nehme mir nächste Saison eine Auszeit vom Skifahren, aber beim Tag des Sports 2027 bin ich dennoch ganz sicher wieder dabei!“

Zeitreise durch 25 Jahre Sport-Geschichte(n)

Passend zum 25-Jahr-Jubiläum mischten sich auch Österreichs Sport-Heroes von einst unter die Hunderttausenden auf dem Heldenplatz. „Ich war schon in meiner aktiven Zeit einige Male beim Tag des Sports dabei. Es ist unglaublich, wie diese Veranstaltung Jahr für Jahr so viele Menschen begeistert. Bei so einem Jubiläum denkt man automatisch an die eigene Karriere, an große Matches und besondere Erfolge zurück. Viele dieser Erinnerungen sind noch immer sehr präsent“, sagte Ex-Tennisprofi Jürgen Melzer.

Die passende Bühne für diese Erinnerungen bot das erstmals kuratierte und vom Publikum regelrecht „gestürmte“ Sportmuseum. In diesem konnten sich die Legenden selbst auf eine Zeitreise durch ihre Karrieren begeben. Pokale, Medaillen und persönliche Erinnerungsstücke erinnerten dabei an die ganz großen Erfolge.

„Während der aktiven Karriere lebt man von einem Wettkampf zum nächsten und hat kaum Zeit, zurückzublicken. Hier bleibt man plötzlich stehen und sieht, was über all die Jahre entstanden ist“, sagte Mirna Jukić-Berger, die für diesen besonderen Tag ihr olympisches Edelmetall, WM- und EM-Medaillen und Wettkampf-Equipment zur Verfügung gestellt hatte. „Dass meine Erfolge heute Teil dieser 25-jährigen Sportgeschichte sind, macht mich unglaublich stolz.“

Dass sie nach wie vor top-fit ist, stellte die ehemalige Weltklasse-Schwimmerin bei der Liegestütz-Challenge unter Beweis. Weil sie als Tag des Sports-Projektleiterin voll eingespannt war, absolvierte Ehemann und Volleyball-Nationalspieler Alex Berger zahlreiche Mitmach-Stationen mit den beiden Kindern. „Ich habe das Event schon als Aktive geliebt, dass ich es jetzt einerseits mitorganisieren darf und andererseits meine Kinder die Gelegenheit haben, das hier zu erleben, macht es umso noch spezieller.“

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Auf ein Wiedersehen

Die rund 80 Mitmach-Stationen waren den gesamten Tag über vollends ausgelastet, tausende Kinder und Jugendliche probierten neue Sportarten aus. Von der Mini-Skisprungschanze über Dodgeball, von Taekwondo bis zur Rodel-Startrampe, von Rhönrad bis zu Volltreffern beim Bogenschießen. Im ersten Open-Air-Turnsaal Österreichs hatten die Bewegungscoaches der Täglichen Bewegungseinheit (TBE) alle Hände voll zu tun, die vielen Kinder erfolgreich durch den bunten Hindernisparcours zu begleiten.

Einen solchen musste auch ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick absolvieren, der nach dem Abschlusstraining und der Pressekonferenz für das heutige Nations League-Duell gegen Kosovo in Wien direkt zum Heldenplatz kam. Nach seinem Bühnenauftritt wurde der TBE-Botschafter von den Fans regelrecht „gestürmt“. Seine Botschaft war klar: „Wenn Kinder früh Erfolgserlebnisse haben, bleiben sie dran und machen weiter Sport. Deshalb darf der Sport in der Schule auch kein lästiges Nebenfach sein, es muss ein Hauptfach sein. Wir müssen Anreize schaffen, damit die Kinder das Handy aus der Hand legen“, so der Deutsche bei seiner Tag des Sports-Premiere.

Als die Jubiläumsausgabe zu Ende ging, hatten sich viele Besucher:innen eine Fortsetzung gewünscht. Auch Ski Alpin-Olympiasiegerin Katharina Huber, die diesmal ohne ihre Teamkollegin Ariane Rädler auskommen musste, meinte: „Vielleicht wird aus dem Tag des Sports irgendwann ein ganzes Wochenende für den Sport. Ich komme nächstes Jahr sehr gerne wieder – und dann hoffentlich erneut mit einer Medaille im Gepäck.“ Der Termin wurde jedenfalls bereits fixiert: Am 25. September 2027 geht der Tag des Sports in seine 26. Ausgabe.