Die Erinnerungen an einen außergewöhnlichen Sportsommer waren noch frisch: Die Heim-Europameisterschaft hatte Österreich wochenlang in Fußballfieber versetzt, bei den Olympischen Spielen in Peking folgten drei rot-weiß-rote Medaillen. Ludwig Paischer, Mirna Jukić und Violetta Oblinger-Peters wurden ebenso wie Österreichs Fußball-Nationalteam auf dem Wiener Heldenplatz noch einmal auf großer Bühne gefeiert. Der Tag des Sports 2008 wurde damit zum großen Wiedersehen mit den Held:innen eines ganz besonderen Sportsommers.
Den Auftakt bildete bereits am Vorabend die „Nacht der Champions“ in der Wiener Hofburg. Olympia-Silbermedaillengewinner Ludwig Paischer verewigte sich mit seinen Fußspuren auf der „Straße der Sieger“, auch die Bronzemedaillengewinnerinnen Mirna Jukić und Violetta Oblinger-Peters wurden für ihre Erfolge gewürdigt. Am nächsten Morgen zog die österreichische Sportfamilie schließlich weiter auf den Heldenplatz.
Peking zu Gast in Wien
Dort standen die drei Medaillengewinner:innen erneut im Mittelpunkt. Paischer hatte Österreich mit Silber im Judo jubeln lassen, Jukić über 100 Meter Brust und Oblinger-Peters im Kanuslalom jeweils Bronze erobert. Gemeinsam mit zahlreichen weiteren Olympionik:innen brachten sie nur wenige Wochen nach der Schlussfeier noch einmal einen Hauch von Peking nach Wien. Insgesamt waren mehr als 400 österreichische Sportler:innen beim Tag des Sports 2008 vertreten.
Natürlich fehlten auch die Winterheld:innen nicht: Gesamtweltcupsieger Thomas Morgenstern, Skiflug-Weltmeister Gregor Schlierenzauer, Marlies Schild und Hannes Reichelt gehörten zu den prominenten Gästen. Morgenstern wurde ebenso wie Schwimmstar Markus Rogan sogar mit einer eigenen Sonderbriefmarke gewürdigt.
Ein außergewöhnliches Sportjahr
Auch abseits der Ehrungsbühne zeigte sich der Heldenplatz wieder in seiner ganzen sportlichen Vielfalt. Rund 120 Pagoden und Aktionsflächen verwandelten das Areal in eine riesige Sportlandschaft, rund 100 Mitmachstationen luden dazu ein, selbst aktiv zu werden. Nach der Heim-Europameisterschaft und den Olympischen Spielen wurde der Tag des Sports damit zum großen gemeinsamen Abschluss eines außergewöhnlichen österreichischen Sportjahres.
2007 hatte der Heldenplatz noch voller Vorfreude auf die bevorstehende Heim-EURO geblickt. Ein Jahr später waren Fußballfest und Olympische Spiele bereits Geschichte. Was blieb, waren die Erinnerungen an einen besonderen Sportsommer.