Flock hat noch nicht genug

Flock

Sie ist ein Stammgast am Tag des Sports: Janine Flock. In diesem Jahr kommt die Tirolerin als Olympiasiegerin nach Wien, weitere Erfolge nicht ausgeschlossen, denn die 36-Jährige wird zumindest eine weitere Skeleton-Saison bestreiten.


Der Grund, warum die Heeressportlerin mit den 45 Weltcup-Podestplätzen (davon 15 Siege), 4 EM-Titeln und drei Gesamtweltcup-Kugeln weitermacht, ist aus Sicht der Parade-Athletin schnell erzählt: „Es ist die Leidenschaft, die Disziplin, der Hunger, die Neugier, das alles, was ich mir in den letzten Jahren erarbeitet habe, noch einmal als Spitzensportlerin zu erleben. Das Feuer für den Eiskanal brennt immer noch!“


Dabei denkt Janine Flock vor allem an die Tage im Olympia-Eiskanal in Cortina: „Ich habe gelernt, nichts dem Zufall zu überlassen und dabei meinen eigenen Weg gefunden. Das war ein langer Prozess, der mich bis dorthin geformt und mich in meinem Kern gefestigt hat. In Cortina konnte ich jeden Schritt aus dieser inneren Stärke heraus setzen – das habe ich noch in keinem anderen Rennen so erlebt. In meiner weiteren Persönlichkeitsentwicklung möchte ich diesen Zugang noch einmal finden und diesen in einer WM-Saison noch einmal spüren.“


Auch ein Blick auf den IBSF-Rennkalender der Weltcupsaison 2026/27 hat der Olympiasiegerin die Entscheidung leicht gemacht: „Die WM ist in Lillehammer. Auf dieser Bahn bin ich seit zwei Jahren ungeschlagen, habe dort meinen dritten Gesamtweltcup fixiert, meinen vierten EM-Titel geholt und halte den Bahnrekord. Es ist auch der erste Eiskanal, in dem ich abseits von Igls das Skeletonfahren gelernt habe. Außerdem gibt es gleich im Dezember eine Weltcup-Doppelveranstaltung auf unserer Heimbahn in Igls und im Jänner 2027 das Comeback von Königssee (Anm.: die Bahn wurde im Sommer 2021 durch Unwetter komplett zerstört, danach um 50 Millionen Euro wieder neu aufgebaut). Also lauter kleine persönliche Highlights – mein Bauchgefühl sagt Ja!“