Ein Sonntag im Februar. Sonnenschein, 50.000 fanatische Zuschauer auf der Schladminger Planai. Ein damals 23-Jähriger Salzburger steht als letzter des WM-Slaloms im Starthaus und trägt die Hoffnung einer ganzen Sportnation auf seinen Schultern – und liefert ab. Mit seiner Goldmedaille erlöste Marcel Hirscher gefühlt ganz Österreich. Ein halbes Jahr später wurde der Ski-Held am Tag des Sports 2013 am Wiener Heldenplatz nochmals frenetisch gefeiert und gebührend geehrt.
„Wenn ich an die Goldene bei der WM zurückdenke, bekomme ich immer noch Gänsehaut. Jetzt nochmal am Tag des Sports in einem so großen Rahmen geehrt zu werden, ist sehr besonders“, sagte Hirscher damals.
Mehr als 300.000 Besucher:innen ließen sich selbst von wiederkehrenden Regenschauern nicht vom Sportfest abhalten. Besonders rund um die Stände des Österreichischen Skiverbandes und des Österreichischen Olympischen Comités bildeten sich lange Schlangen. Viele wollten Hirscher einmal aus nächster Nähe erleben, ein Foto machen oder sich ein Autogramm sichern.
Österreichs Ski-Stars ganz nah
Und Hirscher kam nicht allein. Mit Gregor Schlierenzauer, Thomas Morgenstern und Wolfgang Loitzl versammelte sich weitere rot-weiß-rote Wintersport-Prominenz auf dem Heldenplatz. Schlierenzauer war mittlerweile Weltcup-Rekordsieger und stand bereits vor seinem ersten Wettkampf des nahenden Olympia-Winters. Morgenstern steckte hingegen noch mitten in der Vorbereitung.
Wie nah Spitzensport und Nachwuchs beim Tag des Sports zusammenrückten, zeigte sich bei den Wiener Stadtadlern. Die Skispringer statteten dem Stand einen Besuch ab, während wenige Meter daneben Kinder selbst erste kleine Sprünge auf eine Matte wagten.
Dem Regen zum Trotz
Überhaupt blieb es nicht beim Zuschauen. Rund 100 Möglichkeiten luden auf dem Heldenplatz und im Inneren Burghof dazu ein, die unterschiedlichsten Sportarten selbst auszuprobieren. Fast alle österreichischen Fachverbände waren vertreten. Dazu kamen neun Stunden Programm, Ehrungen und zahlreiche Begegnungen mit den erfolgreichsten Athlet:innen des Landes.
Der Regen konnte die Begeisterung an diesem Septembertag nicht bremsen. Und mittendrin stand jener Mann, der Österreich wenige Monate zuvor einen unvergesslichen Ski-WM-Winter beschert hatte: Marcel Hirscher.