Vor der Haustüre und für die Geschichtsbücher! Das Olympic Team Austria hat bei den XXV. Olympischen Winterspielen Mailand Cortina 2026 mit 18 Medaillen abgeliefert. Die Ausbeute von fünf Gold-, acht Silber- sowie fünf Bronzemedaillen bedeutete die bis dahin vierterfolgreichste ÖOC-Bilanz in der Geschichte von Olympischen Winterspielen und nach Abschluss aller Bewerbe Platz neun im Medaillenspiegel. Hinzu kamen 58 Diplom-Plätze unter den besten Acht und 77 Top-10-Platzierungen.
„Ich bin wirklich sehr zufrieden. Einerseits mit der Medaillenausbeute, andererseits ist mit Blick auf die zahlreichen Spitzenplätze die enorme Breite des Teams hervorzuheben“, resümierte ÖOC-Präsident Horst Nussbaumer. Florian Gosch hob neben den starken Leistungen die spürbare Nähe zu Österreich hervor. „Fans, Familien, Freund:innen – alle haben unsere Sportler:innen unterstützt. Mit 18 Medaillen können wir eine sehr positive Bilanz ziehen.“
Erfolgreicher war Österreich bei Olympischen Winterspielen lediglich in Turin 2006 (23 – 9/7/7), Peking 2022 (18 – 7/7/4) und Albertville 1992 (21 – 6/7/8). Bemerkenswert zudem, dass Österreich zum elften Mal in Folge unter den zehn besten Nationen im Medaillenspiegel landete – Platz neun.
Mit vier Medaillen, zwei davon in Gold, avancierte Snowboard zu Österreichs erfolgreichster Sparte in Norditalien. Benjamin Karl krönte sich wie schon in Peking zum Olympiasieger im Parallel-Riesentorlauf und schrieb dabei Geschichte: Mit 40 Jahren und 115 Tagen kürte er sich zum ältesten Einzel-Olympiasieger bei Olympischen Winterspielen. Snowboardcrosser Alessandro Hämmerle sorgte ebenfalls für seinen zweiten, unvergesslichen Goldmoment unter den fünf Ringen und durfte das Podium mit Jakob Dusek (Bronze) teilen.
Ebenso viermal Edelmetall gab es im Ski Alpin und im Rodeln zu bejubeln. Bei den Alpinen sorgte die Teamkombination für Glanzpunkte: Sensationsgold für Ariane Rädler/Katharina Huber und Silber für Vincent Kriechmayr/Manuel Feller machten das neue Format zu einer rot-weiß-roten Erfolgsgeschichte. Fabio Gstrein holte im Slalom überraschend Silber, während Cornelia Hütter mit Super-G-Bronze einen emotionalen Olympia-Abschied feierte.
Im Eiskanal überzeugte der Rodelverband rund um Routinier Wolfgang Kindl mit vier Medaillen und großer Konstanz. Für einen besonderen Höhepunkt sorgte Janine Flock, die mit dem ersten österreichischen Skeleton-Olympiasieg ihre Karriere krönte. Einen goldenen Moment erlebten auch die Skispringer Jan Hörl und Stephan Embacher im Super-Teambewerb der letzten Chance, nachdem man zuvor bei Damen und Herren ohne Edelmetall geblieben war.
Kombinierer Johannes Lamparter ragte als einziger Triple-Medaillengewinner des Olympic Team Austria heraus. Der Tiroler reiste mit zwei Mal Silber und einmal Bronze nach Hause. Versöhnliche Olympia-Kapitel schrieben zudem Snowboarderin Sabine Payer mit Silber bei ihrem verspäteten Debüt sowie Matej Svancer, der sich mit einer historischen Big-Air-Bronzemedaille im Freeski seinen Medaillentraum erfüllte.