Früh aufstehen lohnt: Schon um 10.30 Uhr bittet Michaela Illetschko zur vielleicht speziellsten Einheit des Tag des Sports: Mit Techno Yoga sorgt die Yogalehrerin und Gründerin des Labels OHM Yoga dafür, dass Bewegung, Musik und Lebensfreude verschmelzen – und das Publikum mit fließenden Bewegungen und hypnotischen Beats in den Tag startet.
„Ich liebe Yoga, andererseits liebe ich die Techno-Musik. Irgendwann wollte ich meine beiden Leidenschaften ineinander schmelzen lassen“, erzählt Illetschko. Die Idee entstand bereits vor Jahren, OHM Yoga wurde letztlich eine Woche vor Corona gegründet. Die ersten Sessions fanden improvisiert statt, etwa in einem Club am Wiener Karlsplatz: „Eine Freundin von mir war mit dem Betreiber befreundet, und an einem Dienstagabend, als der Club geschlossen war, haben wir einfach mal eine Yogastunde abgehalten.“
Erlebnis statt Routine
Seitdem hat sich das Projekt stetig weiterentwickelt. Ob in Clubs, Rooftop-Bars, Restaurants, Hotels, auf Festivals oder sogar in Schlössern – Illetschko und ihr Team bringen Yoga dorthin, wo man es nicht erwartet. Der Name ihres Unternehmens ist dabei mehr als nur ein Wortspiel. „OHM ist die Einheit des elektrischen Widerstandes. Für mich vereint es Yoga und Elektro in einem Wort.“
Das Konzept unterscheidet sich bewusst von herkömmlichen Yogastunden. „Es ist tranceartig, dynamisch, powervoll. Wir starten mit Atemübungen, dann erfolgt eine Steigerung wie eine schöne Geschichte und am Ende klingt alles wieder ab.“
Kein Hardcore-Techno, sondern ein Flow, der Kraft, Dehnung und Meditation miteinander verbindet. „Yoga soll ein Erlebnis sein“, betont die Gründerin, die selbst kein eigenes Studio betreibt, sich als Freigeist bezeichnet und beruflich als Schauspielerin arbeitet.
Von der Clubbühne zur Hauptbühne
Ihr Auftritt im Vorjahr am Tag des Sports avancierte zum Überraschungserfolg: „Ich wusste nicht genau, was passiert. Dann habe ich mir einfach das Mikro geschnappt und gesagt: Macht’s mit! Und plötzlich war die Fläche vor der Bühne voll und alle sind mitgezogen.“

Heuer will Illetschko daran anknüpfen und noch mehr Menschen mitreißen: „Wir werden die Bühne rocken. Alle sollen mitmachen. Also Matten mitnehmen! Es wird eine aktive Stunde, die garantiert alle Sinne aufweckt.“