Historischer Erfolg für Radprofi Felix Gall! Der Osttiroler radelte bei der 109. Auflage des Giro d’Italia auf dem hervorragenden zweiten Gesamtrang und feierte damit den bisher größten Erfolg seiner Karriere. Aus rot-weiß-roter Sicht war es das beste Ergebnis bei einer Grand Tour.
Denn bisher schaffte es mit Adolf Christian als Dritter der Tour de France 1957 erst einmal ein heimischer Radsportler auf das Siegespodest einer Grand Tour. Beim Giro war nie ein Österreicher besser als Fünfter.
„Drei perfekte Wochen“
Gall sprach nach der letzten Etappe von „drei perfekten Wochen“. Es sei das große Ziel gewesen, einmal am Podium zu stehen. „Dass es gleich beim ersten Mal so gut klappt, hätte ich nicht gedacht. Wir haben wirklich alles gegeben. Ich bin extrem glücklich und stolz auf diesen zweiten Platz.“
Den Gesamtsieg ließ sich Jonas Vingegaard nicht mehr nehmen. Der Däne dominierte die Rundfahrt nach Belieben und brachte einen Vorsprung von 5:22 Minuten auf Gall souverän ins Ziel.
Mühlberger stark
Gall präsentierte sich bei der dreiwöchigen Tour – der zweitwichtigsten auf der Welt – vor allem in den Bergen in starker Verfassung. Fünfmal fuhr er auf das Podium der Tageswertung und etablierte sich als erster Verfolger des späteren Gesamtsiegers. Neben Rang zwei im Klassement durfte sich der Osttiroler auch über Platz vier in der Bergwertung freuen.
Für ein weiteres rot-weiß-rotes Ausrufezeichen sorgte Gregor Mühlberger. Der Oberösterreicher, der Gall während der Rundfahrt wertvolle Unterstützung leistete, landete in der Endabrechnung auf Rang 15.