Luka Mladenovic hat bei der Schwimm-EM in Paris die erste Medaille für Österreich geholt. Der Salzburger schwamm in einem packenden Finale über 200 m Brust in 2:08,91 Minuten zu Bronze. Für den 22-Jährigen ist es bereits die zehnte Medaille bei internationalen Großevents.
Nach seinem österreichischen Rekord von 2:08,85 Minuten im Semifinale bestätigte Mladenovic auch im Endlauf seine starke Form. Der Salzburger lieferte ein perfektes Rennen, hielt gegen die internationale Konkurrenz mit und sicherte sich mit 2:08,91 Minuten Rang drei.
„Hätte mir das jemand vorher gesagt, hätte ich gesagt: Du spinnst. Ich bin sehr glücklich. Es ist zwar keine Bestzeit mehr rausgekommen, aber erst mal vom Kopf her so stabil zu sein und noch Dritter zu werden bei dem Feld, ist etwas, worauf ich stolz sein kann. Ich bin auch sehr froh, dass meine Familie jetzt da ist, und ich mit denen dann feiern kann“, sagte Mladenovic.
„Ein unbeschreibliches Gefühl“
Sein Plan für das Finale ging auf: „Die Strategie war, vorne heraus etwas schneller zu sein, hinten raus hat es sehr weh getan. Kopf ausgeschalten und einfach nur dahinradiert. Zum Glück ist sich der dritte Platz ausgegangen. Ein unbeschreibliches Gefühl, dafür trainiere ich sehr viel, dafür opfere ich sehr viel Freizeit auf. Dass sich das am Ende dann so auszahlt, ist umso besser.“
Viel Zeit zum Feiern bleibt nicht. Am Freitag stehen für den WM-Finalisten von Singapur die 50 m Brust auf dem Programm. „Ich muss jetzt schauen, dass ich heute genug Schlaf bekomme, dass ich runterkommen kann nach der Medaille und werde morgen in der Früh das Beste geben und schauen, was rauskommt.“
Zehnte internationale Medaille
Mit den Erfolgen bei den Nachwuchsmeisterschaften ist Bronze in Paris bereits die zehnte internationale Medaille für Mladenovic. Der US-Student trainiert seit vergangenem Jahr in Austin, Texas, bei Schwimm-Legende Bob Bowman.
„Ich mach vieles richtig im Training, bin auch sehr froh, mit Bob noch die letzten sieben Wochen trainiert zu haben. Und freue mich schon auf die Zukunft. Ich glaube, da ist noch einiges drinnen. Ich habe dort mein perfektes Umfeld gefunden und fühle mich in Austin sehr wohl. Ich kann dort mit großen Stars wie Leon Marchand oder Jack Kelly trainieren und mir von ihnen sehr viel abschauen, was mir hier sehr zugute kommt.“