16 Meter hoch, zwei Wände nebeneinander und nur wenige Sekunden Zeit. Beim Tag des Sports 2012 richteten sich viele Blicke nach oben. Rund um die Kletterstars Anna Stöhr und Kilian Fischhuber herrschte Hochbetrieb, insgesamt vier Klettertürme waren über den Wiener Heldenplatz verteilt. Besonders das Speedklettern entwickelte sich zum Publikumsmagneten und stand sinnbildlich für eine 12. Auflage, bei der plötzlich ganz neue Sportarten ins Rampenlicht drängten.
Denn der Heldenplatz gehörte längst nicht mehr nur den großen Klassikern. In der „Next Generation Area“ konnten die Besucher:innen slacklinen, Zumba und Hip-Hop ausprobieren oder Free Running und Unicycling kennenlernen. Was heute teilweise selbstverständlich klingt, war damals Ausdruck einer Sportwelt im Wandel.
Stars, Stars & noch mehr Stars
Doch wo Österreichs bekannteste Sportstars auftauchten, bildeten sich weiterhin die längsten Schlangen. Besonders bei Ski und Fußball drängten sich die Fans. ÖFB-Teamchef Marcel Koller nahm sich eine ganze Stunde für Autogramme Zeit und stand anschließend auf der Hauptbühne Rede und Antwort. Dort gehörte das Rampenlicht im Laufe des Tages auch zahlreichen Medaillengewinner:innen, die für ihre Erfolge ausgezeichnet wurden.
Danach hieß es für viele: raus zu den Fans. Das Beachvolleyball-Duo Doris und Stefanie Schwaiger, Judoka Sabrina Filzmoser, die Rodel-Olympiasieger Andreas und Wolfgang Linger sowie die Skispringer rund um Thomas Morgenstern waren ebenso gefragt wie die Ski-Asse Marlies Schild und Klaus Kröll. Der Tag des Sports machte seinem Ruf als Ort, an dem Österreichs Sportstars zum Greifen nahe waren, einmal mehr alle Ehre.
Hürde als Hingucker
Ebenso dichtes Gedränge wie bei den Autogrammstunden der Stars herrschte bei den Mitmachstationen. Auf dem Rad-Geschicklichkeitsparcours war Balance gefragt, am Ruder-Ergometer Muskelkraft und beim Faustball oder Volleyball Ballgefühl.
Dazu kamen ein Eislaufplatz und ein Riesenwuzzler. Selbst eine gewöhnliche Wettkampfhürde wurde zum Hingucker: Nach Beate Schrotts Einzug ins Olympiafinale von London wollten viele aus nächster Nähe sehen, welche Höhe die österreichische Hürdensprinterin eigentlich überwinden musste.