Die ersten zehn Ausgaben hatten aus einer ambitionierten Idee eine der größten Sportveranstaltungen Österreichs gemacht. 2011 begann auf dem Wiener Heldenplatz das nächste Kapitel: Der Tag des Sports startete in sein zweites Jahrzehnt. Mit einem Staraufgebot, das eindrucksvoll zeigte, welchen Stellenwert das jährliche Treffen mittlerweile erreicht hatte. Mehr als 500 Athlet:innen statteten dem Heldenplatz an jenem Samstag einen Besuch ab, darunter reichlich dekorierte Weltmeister:innen, Olympiamedaillengewinner:innen und einige der größten Namen des heimischen Sports.
Von Gregor Schlierenzauer, Thomas Morgenstern und Benjamin Raich über Marlies Schild und Kathrin Zettel bis zu Markus Rogan und den Kanu-Weltmeisterinnen Corinna Kuhnle, Viktoria Schwarz und Yvonne Schuring versammelte sich einmal mehr das Who’s who des heimischen Sports. Bei spätsommerlichen Temperaturen von rund 25 Grad herrschte von Beginn an Hochbetrieb. Die Rekordmarke von rund 400.000 Besucher:innen aus dem Vorjahr wurde zumindest angekratzt, möglicherweise sogar übertroffen.
Görgl’s WM-Doppelpack
Eine stand 2011 besonders im Rampenlicht: Elisabeth Görgl. Nur wenige Monate zuvor hatte die Steirerin bei der Ski-WM in Garmisch-Partenkirchen das Speed-Double geholt. Beim Tag des Sports wurde die Doppel-Weltmeisterin nun auf besondere Weise verewigt: Görgl zierte die offizielle Sonderbriefmarke und nahm sich am eigens eingerichteten Sonderpostamt Zeit, diese für ihre Fans zu signieren.
Über mangelnden Andrang konnten sich auch Benjamin Raich und Marlies Schild nicht beklagen. Das Ski-Traumpaar schrieb sich beim Stand des Österreichischen Skiverbandes sprichwörtlich die Finger wund und sorgte anschließend auch beim Österreichischen Olympischen Comité für lange Schlangen. Dort warteten mit Mirna Jukić und Ludwig Paischer weitere Olympia-Medaillengewinner:innen auf die Fans. Stars treffen, Autogramme sammeln und mit den eigenen Idolen ins Gespräch kommen. Genau diese Nähe war längst zu einem Markenzeichen des Tag des Sports geworden.
Bewährtes trifft auf Neues
Doch zum Start ins zweite Jahrzehnt blickte die Veranstaltung nicht nur zurück, sondern auch nach vorne. Unter dem Motto „Next Generation“ hielten mit Bouldern, Slackline, Zumba und Free-Running neue Trends Einzug auf dem Heldenplatz. Insgesamt 125 Mitmachstationen und Aktionsflächen luden dazu ein, bekannte wie weniger bekannte Sportarten selbst auszuprobieren. Mehr als 100 Verbände und Organisationen präsentierten die beeindruckende Bandbreite des österreichischen Sports.
Auch die nächsten Großereignisse warfen bereits ihre Schatten voraus. Zahlreiche Verbände nutzten die riesige Bühne, um auf bevorstehende internationale Wettkämpfe in Österreich aufmerksam zu machen. Gleichzeitig wurde mit dem neuen „Buch des Sports“ erstmals die gesamte Vielfalt der beim Tag des Sports vertretenen Disziplinen auch in Text und Bild festgehalten.