Valentina Höll bleibt das Maß der Dinge im Downhill-Mountainbiken. Die 24-jährige Salzburgerin raste bei der WM in Val di Sole zu ihrem fünften Titel in Folge und setzte damit ihre beeindruckende Erfolgsserie fort. Höll triumphierte am Samstag 1,728 Sekunden vor der Schweizerin Lisa Baumann, Bronze ging an die Britin Harriet Harnden (+2,046).
Ausgerechnet in Val di Sole hatte Höll 2021 ihr erstes WM-Gold nach einem Sturz noch verpasst. Fünf Jahre später kehrte sie als Seriensiegerin zurück und lieferte auf der anspruchsvollen Strecke ab. „Das ist unglaublich. Es ist so schwierig zu gewinnen. Es am Ende zum fünften Mal zu schaffen, ist einfach unfassbar“, sagte die Saalbacherin. Die gesamte Woche habe „viele Nerven und viel Energie gekostet, aber es hat zum Glück wieder gereicht“.
Mit ihrem fünften WM-Titel zog Höll in der ewigen Bestenliste mit der Britin Rachel Atherton gleich. Rekordweltmeisterin bleibt die Französin Anne-Caroline Chausson mit neun Titeln. Für Höll krönt das neuerliche Gold eine ohnehin herausragende Saison: Bereits in der Vorwoche hatte sie sich nach fünf Siegen in den ersten sieben Rennen vorzeitig den Gesamtweltcup gesichert. „Ich hatte bereits eine unglaubliche Weltcupsaison, ich habe einen Lauf, aber ich freue mich auch schon auf den Urlaub.“
Für Österreich ist Hölls Triumph bereits das zweite Gold bei den laufenden Mountainbike-Weltmeisterschaften. Zuvor hatte Laura Stigger im Cross-Country-Short-Track für den ersten rot-weiß-roten Titel gesorgt.