Das WM-Abenteuer ist beendet

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Die Reise von Österreichs Fußballnationalteam bei der Weltmeisterschaft 2026 ist seit Donnerstag zu Ende. Die Mannschaft von Teamchef Ralf Rangnick musste sich im Sechzehntelfinale Spanien am Ende klar mit 0:3 geschlagen geben. Zwar konnte man das Spiel ergebnistechnisch lange offen halten, war aber gegen den Europameister in Los Angeles in allen Belangen chancenlos. Die Treffer für den Mitfavoriten erzielten Mikel Oyarzabal (36., 89.) sowie Pedro Porro (66.).

Die Spanier waren von Beginn an tonangebend, die Führung nur eine Frage der Zeit: Oyarzabal schob nach Cucurella-Hereingabe ein, nach der Pause erhöhte Porro nach ähnlichem Muster per Kopf, und im Finish war wieder Oyarzabal zur Stelle. Spanien trifft nun im Achtelfinale auf Portugal, das Kroatien mit 2:1 bezwingen konnte.

Tormann Alexander Schlager hielt das ÖFB-Team mit Glanzparaden zwar lange in der Partie, die Österreicher liefen jedoch insgesamt zumeist dem Ball nur hinterher. Und wenn man ihn hatte, erwiesen sich die Spanier auch als die besseren Balleroberer. Die einzige halbwegs gute ÖFB-Chance vergab „Joker“ Sasa Kalajdzic mit dem Kopf (61.).

Österreich reist aber erhobenen Hauptes ab, hat bei seinem WM-Comeback nach 28 Jahren das Mindestziel erreicht und erstmals seit 44 Jahren wieder die Gruppenphase überstanden. Wie vor dem Turnier angekündigt, war es für Rekordteamspieler Marko Arnautovic der letzte Auftritt im ÖFB-Teamtrikot nach 137 Partien und 49 Treffern. Auch ÖFB-Kapitän David Alaba ließ seine Zukunft im Team offen.

Super war auch die Atmosphäre mit rund 3.000 Österreich-Fans in der Arena, die sich wie immer auch mit „I am from Austria“ einstimmten. Unter den 70.492 Zuschauerinnen und Zuschauern im ausverkauften Stadion nahm ÖFB-Chef Josef Pröll auf der Ehrentribüne neben FIFA-Präsident Gianni Infantino Platz.

„Wir sind enttäuscht, dass die Reise hier zu Ende geht. So lange das Spiel 1:0 stand, haben wir es noch offen gehalten. Nach dem 2:0 war es schwierig. Man hat gesehen, was in der gegnerischen Mannschaft steckt, was da eingewechselt wurde und was nicht. Bis zum 1:0 hätten wir die eine oder andere Situation mutiger und besser ausspielen können. Etwa bei der Chance von Gregoritsch: Wenn du so eine bekommst, dann musst du sie nutzen“, so ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick.

„Die Mannschaft hat ihr eigentliches Ziel bei der WM erreicht. Wir sind in einer extrem schwierigen Gruppe weitergekommen. Schon bei der Auslosung war uns klar, dass die Wahrscheinlichkeit groß ist, als Zweiter aufzusteigen und anschließend auf Spanien zu treffen. Das war eine enorme Herausforderung. Ich glaube aber, dass diese Mannschaft gegen nahezu jeden anderen Gegner auf Augenhöhe gewesen wäre und gute Chancen gehabt hätte, noch weiterzukommen.“