Jubel nach Premierentitel

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Lilli Tagger hat den bislang größten Erfolg ihrer Karriere gefeiert und erstmals ein Turnier auf der WTA-Tour gewonnen. Die 18-jährige Osttirolerin setzte sich im Finale des WTA-250-Turniers in Prag gegen die an Nummer acht gesetzte Ukrainerin Daria Snigur mit 7:6 (3), 6:2 durch. Damit geht der erste österreichische WTA-Titel seit 13 Jahren an Tagger – zuletzt hatte Yvonne Meusburger im Juli 2013 in Bad Gastein triumphiert.


Für Tagger war es das zweite WTA-Finale ihrer Karriere. Nachdem sie 2025 das Endspiel von Jiujiang verloren hatte, durfte sie sich nun über ihren ersten Titel auf der Profitour freuen. Nach 1:29 Stunden verwandelte die Tirolerin in Prag ihren zweiten Matchball.

Größter Karriereerfolg

„Danke für ein unglaubliches Turnier. Natürlich danke an mein ganzes Team, mein Vater ist heute auch hier. Danke an alle, die mir geholfen haben, damit ich meine Ziele erreichen kann. Ich hätte ohne ihre Unterstützung nichts geschafft“, sagte Tagger bei der Siegerehrung. Auch ihre Finalgegnerin fand anerkennende Worte: „Du verdienst es, herzliche Gratulation.“


Den größten Erfolg ihrer Laufbahn musste Tagger danach selbst erst verarbeiten. „Es war ein Wahnsinnsmatch. Ganz ehrlich muss ich sagen, ich war am Anfang schon ein bisserl, wenn nicht zu sagen: ziemlich nervös“, erklärte sie. Mit dem ungewöhnlichen Spielstil ihrer Gegnerin habe sie zunächst ihre Probleme gehabt. „Aber ganz ehrlich: Ich kann nicht glauben, dass ich es am Schluss dann wirklich gewonnen habe. Ein Finale spielt man nicht jeden Tag, es ist mir sehr viel daran gelegen, dass ich das Match und das Turnier gewinne.“

Tagger schreibt Tennisgeschichte

Mit ihrem Triumph schreibt Tagger zudem österreichische Tennisgeschichte. Es ist der insgesamt 25. WTA-Titel einer ÖTV-Spielerin und der erste seit Meusburgers Erfolg 2013. Die Lienzerin ist erst die zehnte Österreicherin, die ein WTA-Turnier gewinnen konnte.


Zuvor gelang dies Petra Huber (1), Barbara Paulus (6), Judith Wiesner (5), Barbara Schett (3), Marion Maruska (1), Patricia Wartusch (2), Sybille Bammer (2), Tamira Paszek (3) und Yvonne Meusburger (1). Nach Paszek, die bereits im Alter von 15 Jahren in Portoroz triumphierte, ist Tagger nun auch die zweitjüngste WTA-Turniersiegerin aus Österreich.


Für ihren Triumph erhält Tagger ein Preisgeld von 37.390 Dollar (knapp 33.000 Euro). Zudem verbessert sie sich am Montag auf Rang 45 der Weltrangliste und erreicht damit die beste Platzierung ihrer Karriere. Nach einer Woche Pause plant die Osttirolerin den Start beim WTA-125-Turnier in Warschau, ehe sie in den USA die Qualifikation für das WTA-Turnier in Cincinnati bestreiten will.