Karl macht Gold-Double perfekt

Karl

Medaillen-Doppelpack am zweiten Wettkampftag! Benjamin Karl macht’s noch einmal und rast auf den Tag genau vier Jahre nach seinem Olympiasieg 2022 in Livigno wieder zu Gold. Für den Niederösterreicher bereits die vierte Olympiamedaille. Sabine Payer legt ihren „Olympia-Fluch“ ab und carvt zu Silber. Die Kärntnerin sorgt damit für die erste Medaille für das Olympic Team Austria.


Silber, Bronze, Gold – und jetzt wieder Gold. Benjamin Karl hat sich am 8. Februar 2026 – auf den Tag genau vier Jahre nach seinem ersten Olympia-Triumph – zum zweiten Mal die olympische Goldmedaille im Parallelriesentorlauf gesichert. Der Niederösterreicher ging als Qualifikationsdritter nahezu topgesetzt in die Entscheidung und ließ in der K.o.-Runde seinen vier Kontrahenten am Weg zu Gold keine Chance.

Krönung der Karriere

„Es waren die ersten Olympischen Winterspiele, bei denen ich ins Finale gefahren bin und meine Emotionen unter Kontrolle hatte. Ich hatte einfach nichts zu verlieren. Dadurch hatte ich bis zum Schluss einen Riesenvorteil – Kurs aussuchen bis zum Schluss. Usain Bolt hat gesagt: Never forget, i am the Greatest!”, strahlt Karl, der sich nach dem Ziel unmittelbar den Rennanzug vom Leib riss. „Ja, ich habe das vom Hermann Maier. Der Hermann Maier hat einmal das Leiberl oder den Rennanzug vom Leib gerissen. Der Hermann Maier war immer ein großes Vorbild für mich.“


Apropos „Herminator“: gemeinsam mit dem Flachauer ist Karl nun der fünfterfolgreichste österreichische Wintersportler bei Olympia.


Mit seiner zweiten Goldmedaille zog der Niederösterreicher mit Philipp Schoch, der in Salt Lake City und Turin triumphierte, gleich. Aber: „Ich habe auch noch andere daheim liegen. Das ist die Krönung meiner Karriere, ganz einfach!“

„Ein schönes Happy End mit den fünf Ringen“

Für die zweite rot-weiß-rote Medaille in Livigno sorgte Sabine Payer: Die Kärntnerin eliminierte im Viertelfinale, am Weg zu ihrer ersten Olympiamedaille, die große Favoritin und Doppel-Olympiasiegerin Ester Ledecka und musste sich erst im Finale der Tschechin Zuzana Maderova geschlagen geben.


„Es ist gerade einfach alles ein bisschen zu viel für mich. Schon 2014 wollte ich unbedingt mitfahren, damals hat es nicht geklappt. Dann kam die Verletzung vor Pyeongchang und 2022 Covid in Peking — und jetzt darf ich endlich am Start stehen und lande gleich auf dem zweiten Platz. Das ist unglaublich. Ich bin im Rennen immer besser hineingekommen, besonders der Lauf gegen ster war richtig cool. Silber ist mehr, als ich mir je erträumt habe — ein schönes Happy End mit den fünf Ringen.“