Karriere am Höhepunkt beendet

Venier

Nach reiflicher Überlegung hat sich Stephanie Venier entschieden, vom Skirennsport zurückzutreten. Nach zwölf Jahren im Skiweltcup zieht die Tirolerin einen Schlussstrich unter ihre erfolgreiche Laufbahn, um sich neu zu orientieren.


„Der Gedanke, meine Karriere zu beenden, ist nicht ganz neu und reift schon seit einiger Zeit in mir. Aber ich wollte mir für diese einschneidende Entscheidung ausreichend Zeit nehmen, denn wenn sie einmal getroffen ist, gibt es für mich kein Zurück mehr“, erklärt die Weltmeisterin. Der unbedingte Wille, der für den Spitzensport notwendig sei, sei in den vergangenen Monaten nicht mehr in dem Maße da gewesen.


„Meinen größten Traum, eine Medaille bei der Heim-WM in Saalbach zu gewinnen, habe ich mit einer Goldenen und einer Bronzenen mehr als erfüllt. Auch wenn nächstes Jahr die Olympischen Spiele anstehen, fühlt es sich für mich jetzt genau richtig an, einen Schlussstrich unter meine Rennsportkarriere zu ziehen. Ich blicke mit großer Zufriedenheit auf das Erreichte zurück“, fügte die 31-Jährige hinzu.

Erfolgreiche Karriere

Ihr Debüt im Weltcup gab Stephanie Venier im Jänner 2013 in der Abfahrt von St. Anton am Arlberg. Im selben Jahr gewann sie bei der Junioren-WM in Québec (CAN) die Goldmedaille im Super-G und die Silbermedaille in der Abfahrt. Ein Jahr später sicherte sie sich erneut die Silbermedaille im Super-G der Junior:innen in Jasná (SVK). In der Saison 2016/17 erreichte die Speed-Spezialistin ihren ersten Podestplatz im Weltcup, drei Wochen später wurde sie Vize-Weltmeisterin in der Abfahrt von St. Moritz. 2018/19 belegte sie nach einer konstanten Saison den zweiten Platz im Abfahrtsweltcup.


Venier2
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Mit 54 Top-Ten-Platzierungen, darunter drei Siegen und neun weiteren Podestplätzen, kann die 31-Jährige auf eine erfolgreiche Weltcup-Karriere zurückblicken. Die Krönung ihrer sportlichen Laufbahn war in diesem Jahr der Gewinn der Goldmedaille im Super-G und der Bronzemedaille in der Team-Kombination gemeinsam mit Katharina Truppe – vor heimischem Publikum in Saalbach.

„Beste Zeitpunkt, um aufzuhören“

Für die Tirolerin ist nun der Moment gekommen, die Rennski in die Ecke zu stellen und ein neues Kapitel aufzuschlagen. „Am Höhepunkt der Karriere ist der beste Zeitpunkt, um aufzuhören. Deshalb werde ich dem Skirennsport den Rücken kehren und freue mich sehr auf alles, was noch kommt“, sagt Venier.


Cheftrainer Roland Assinger ergänzt: „Auch wenn es Missverständnisse in der Kommunikation zwischen Stephanie und mir gab, konnten wir diese in einem internen Gespräch klären. Wir haben uns konstruktiv ausgetauscht und sind im guten Einvernehmen auseinandergegangen. Stephanie hat mich stets mit ihren sportlichen Erfolgen beeindruckt. Ich wünsche Stephanie für ihren neuen Lebensabschnitt alles Gute und viel Erfolg.“