Was für eine Leistung von Lilli Tagger! Die 17-Jährige hat bei den French Open in Roland Garros das Endspiel der Juniorinnen gegen die an Position acht gesetzte Hannah Klugman (GBR) mit 6:2 und 6:0 gewonnen – und damit österreichische Sportgeschichte geschrieben.
Die Schülerin von Francesca Schiavone, der Roland-Garros-Siegerin von 2010, erreichte als erste Österreicherin seit Tamira Paszek (US Open 2006) ein Jugend-Grand-Slam-Finale – und als erste Österreicherin überhaupt bei den French Open.
„Es ist wirklich ein Traum. Wir haben versucht, das Turnier zu gewinnen – und es geschafft“, freute sich Tagger. „Ich bin einfach superglücklich und stolz auf mich. Ich genieße einfach den Moment.“
Machtdemonstration im Endspiel
Seit einigen Jahren werden die Finalspiele der Juniorinnen und Junioren bei den French Open auf dem Court Simone-Mathieu ausgetragen – eine schöne Belohnung für die Finalistinnen und Finalisten. Dieses Stadion gilt als eines der charmantesten im gesamten Tenniszirkus, und in der Regel sind die Tribünen, zumindest im Unterrang, gut gefüllt.

Alle, die das Titelmatch zwischen der Osttirolerin Lilli Tagger und der Britin Hannah Klugman verfolgten, kamen voll auf ihre Kosten. Tagger erwischte den besseren Start, führte schnell mit 4:1 – nach 50 Minuten stand es bereits 6:2. Im zweiten Satz folgte eine beeindruckende Machtdemonstration der jungen Österreicherin, die ihrer Gegnerin keine Chance ließ.
Damit ist Lilli Tagger die erste österreichische Nachwuchsspielerin, die jemals ein Grand-Slam-Turnier gewinnen konnte.