Feller triumphiert in Kitzbühel

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Der Ganslernhang hat schon viele große Slalom-Geschichten geschrieben – am 25. Jänner kam eine der emotionalsten dazu. Manuel Feller feierte in Kitzbühel seinen ersten Sieg am Ganslernhang, und der kam für viele überraschend. Für den Tiroler war es der große Befreiungsschlag in einer bisher schwierigen Saison.


Mit einer Siegerzeit von 1:40,60 Minuten hielt Feller, der nach dem ersten Lauf noch auf Rang vier lag, im Finale dem Druck stand und drehte vor heimischem Publikum ganz groß auf. „Momentan ist es gerade sehr viel – schwer in Worte zu fassen. Davon habe ich oft geträumt“, sagte der sichtlich bewegte Sieger. Mehrmals sei er hier schon in guter Position gewesen, „aber heute hat es einfach funktioniert“. Sein Rezept: nichts erzwingen, sauber Ski fahren, die Schwünge schnell halten. „Auf dem Hang war heute eine super Taktik.“


Für Feller aber war es ein Tag, der bleibt. „Schöner könnte es nicht sein. Das bedeutet mir sehr viel – eine Versöhnung mit dem Berg.“ Der Ganslernhang, nur 15 Minuten von seinem Zuhause entfernt, gilt als der schwerste Slalomhang im Weltcup. Umso größer der Wert dieses Sieges. Und auch der Blick nach vorne fehlt nicht: „Der Zeitpunkt für die Form ist gut. Der Druck wird jetzt wieder größer – ich erwarte das auch von mir. Ich will mein bestes Skifahren zeigen. Gott sei Dank habe ich es heute geschafft.“


Hinter Feller musste sich der Halbzeitführende Loic Meillard mit Rang zwei (+0,35 Sekunden) begnügen. Das Podest komplettierte Linus Straßer als Dritter (+0,53). Dahinter zeigte sich einmal mehr, wie gnadenlos der Ganslernhang ist – und wie sehr er mutige Läufe belohnt.


Einen kräftigen Satz nach vorne machte Fabio Gstrein. Mit einem starken zweiten Durchgang schob sich der Tiroler noch auf Platz elf. „Der zweite Lauf war so, wie ich es kann und wie ich letztes Jahr gefahren bin. Darauf will ich aufbauen“, sagte Gstrein – und fand auch für Feller nur Anerkennung: „Felli wollte nichts mehr als diesen Sieg. Heimrennen, dieser Druck – richtig stark. Ich freue mich richtig für ihn.“


Kitzbühel hat einen neuen Ganslern-Helden. Und Manuel Feller hat sich seinen Traum endlich erfüllt.