Medaillen-Doppel für Snowboard-Asse

Haemmerle

Livigno liefert. Alessandro „Izzi“ Hämmerle und Jakob „Jacky“ Dusek haben bei den Olympischen Winterspielen Mailand Cortina 2026 im Snowboardcross-Bewerb nach einem „Finale furioso“ für doppeltes Edelmetall gesorgt. Hämmerle wiederholte seinen Erfolg von vor vier Jahren und stieg vom ein- zum zweifachen Olympiasieger auf, Dusek raste zu Bronze. Beide schwangen sich erst nach Fotofinish-Entscheid ins Finale – und hamsterten dort die Medaillen zehn und elf für das Olympic Team Austria.


Alessandro Hämmerle macht’s erneut: Der im Vorfeld der olympischen Snowboardcross-Bewerbe gesundheitlich angeschlagene Vorarlberger hing sich im Snowpark Livigno nach Peking 2022 seine zweite Goldmedaille um. Der 32-Jährige diktierte zunächst das Achtelfinale nach Belieben. Im Viertelfinale folgte er bedacht dem großen Favoriten und Olympiasilbermedaillengewinner Eliot Grondin aus Kanada. Spannender wurde es im Semifinale, dort zündete „Izzi“ am Ende den Turbo und schnappte sich am letzten Drücker und nach Fotofinish das Finalticket. Erinnerungen an seinen ersten Olympia-Triumph wurden wach.


Im letzten Rennen hielt sich der nun zweifache Olympiasieger lange defensiv, spielte aber auf den letzten Metern seine große Klasse und seinen überragenden Speed aus – und holte sich nach einem „Finale furioso“ seine zweite Goldmedaille ab, wie schon 2022 hauchdünn vor Grondin.


„Das ist komplett surreal. Heute in der früh war ich so schlecht beinander. Die Krankheit hat mich so viel gekostet, ich wusste nicht, ob ich die Energie aufbringen kann. Wie ich dann im Finale gestartet bin habe ich aber sofort gemerkt, das Adrenalin kickt und es läuft. Ich kann es eigentlich noch nicht glauben, dass es sich wieder so knapp ausgegangen ist. Und dann auch noch mit einem ‚Teammate‘ hier am Podium zu stehen, es kann nicht besser sein“, strahlt Hämmerle.

Auch Dusek im Finish eiskalt

Für die zweite Medaille sorgte Jakob Dusek. Der Niederösterreicher wurde im Verlauf der Konkurrenz immer schneller – fand aber auch erst nach Fotofinish den Weg ins Finale der Top-4. Dort kam er als Vierter aus der anspruchsvollen Startsektion, verlor aber nie den Kontakt zur Spitzengruppe und schob sich nach perfektem Timing auf den letzten Metern noch zur Bronzemedaille.


„Unglaublich. Es hätte nicht viel besser laufen können. Ich bin super zufrieden. Es war extrem anstrengend auf diesem langen Lauf so viele Runs runterzufahren und bis zum Schluss immer zu fighten. Es war im Halbfinale so knapp, dass ich da durchgekommen bin. Jetzt haben wir es nach fünf Jahren, in denen immer zwei Österreicher in einem Finale waren, geschafft, dass keiner Vierter wird – und beide am Podium stehen. Alle, die Trainer, die Serviceleute, die Fans – alle haben mitgeholfen und einen super Job gemacht. Danke“, sagt Dusek.