Ariane Rädler und Katharina Huber schreiben in Cortina ein Ski-Märchen in Gold! Das rot-weiß-rote Duo krönt sich bei den Olympischen Winterspielen in der Team-Kombination sensationell zu Olympiasiegerinnen. Für Österreichs Ski-Damen ist es im Zeichen der fünf Ringe die erste Goldmedaille seit Anna Veith 2014 in Sotschi und die zweite für das ÖOC-Team in Italien nach Snowboarder Benjamin Karl.
„Es ist unbeschreiblich. Ich wollte einfach nur geil Skifahren. Dass es sich dann ausgegangen ist und wir Gold haben, glaube ich immer noch nicht“, freut sich Huber. Auch Rädler konnte ihr Glück kaum fassen: „Ich habe schon als Kind davon geträumt, einmal Olympiasiegerin zu sein. Ich musste die letzten Jahre viel durchmachen, habe mich aber immer wieder zurückgekämpft. Umso schöner ist es, dass es jetzt geklappt hat.“
Für Cornelia Hütter und Katharina Truppe, auf dem Papier eigentlich Österreichs stärkstes Team, blieb nur Rang fünf. Silber holte das deutsche Duo Kira Weidle-Winkelmann und Emma Aicher, der Rückstand betrug lediglich fünf Hundertstel. Bronze ging an die US-Amerikanerinnen Jacqueline Wiles und Paula Moltzan. Mikaela Shiffrin konnte die Halbzeitführung von Abfahrts-Olympiasiegerin Breezy Johnson nicht ins Ziel bringen, am Ende stand Rang vier zu Buche.
Auch Superstar Shiffrin gratulierte
Den Grundstein zum Erfolg für das, angelehnt an das Geburtsjahr der beiden benannte, „Team 95“ legte Rädler bereits in der Abfahrt. Die Vorarlbergerin zauberte auf der Tofana eine mutige und fehlerfreie Fahrt in den italienischen Schnee. Der Rückstand auf Johnson betrug lediglich sechs Hundertstel.
In der Entscheidung gelang Huber letztlich trotz hohem Risiko eine fehlerfreie Fahrt, an der anschließend auch Slalom-Queen Shiffrin scheiterte. Trotz eigener Enttäuschung gratulierte der US-Star: „Die Besten haben gewonnen. Es ist ein super Erfolg für Österreich.“
Ein Erfolg, der nach vielen Rückschlägen nicht mehr denkbar gewesen wäre. Rädler erlitt in ihrer Karriere vier Kreuzbandrisse, auch Huber hatte immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen. Auch dank großer Unterstützung der Olympiazentren Vorarlberg und Salzburg gelang immer wieder die Rückkehr in den Ski-Zirkus, der nun bei den Olympischen Winterspielen den Höhepunkt erreichte.