Burmetler jüngster Weltmeister ever

Stefan Burmetler wuzzelt gegen Tony Spredeman

Stefan Burmetler schrieb bei der Tischfußball-WM in Spanien Geschichte. Der erst 18-jährige Niederösterreicher krönte sich mit einem klaren 3:0-Finalsieg über den Weltranglisten-Ersten Tony Spredeman zum bisher jüngsten Einzel-Weltmeister. „Unglaublich, dass ich das Finale 3:0 gewinne und jetzt Weltmeister bin. Der Matchball war sehr befreiend, ich war vor dem Spiel sehr nervös“, jubelte der Jungstar aus Kirchberg an der Pielach.

Zu einem besonderen Duell kam es im Semifinale, als er seinen Bruder Daniel ausschaltete. Nach der fulminanten Finalleistung ist Stefan Burmelter nun der erst zweite heimische Einzel-Weltmeister nach Kevin Hundstorfer (2013, 2015) und der erfolgreichste Spieler dieser Titelkämpfe. Bereits zum WM-Auftakt am Montag gewann er gemeinsam mit Langzeit-Spielpartnerin Melissa Mosser die Goldmedaille im Mixed-Bewerb.

Einzel Finale Burmetler Spredeman (c)ITSF
Große Bühne bei der WM Saragossa.

Ten years in the making…

Über zehn Jahre steht Stefan Burmetler schon an den Tischen dieser Tischfußball-Welt. Am Donnerstag feierte der mehrfache World-Series seinen bislang größten Karriereerfolg. Daniel Burmetler wurde schlussendlich nach einer 2:3-Niederlage gegen den Portugiesen Yannick Correia Vierter. Sascha Guscheh komplettierte das starke TFBÖ-Ergebnis im Einzel-Bewerb mit dem Viertelfinal-Einzug.

Eine Niederlage im kleinen Finale gab es auch für Karen Scheuer. Der Lauf der Steirerin im Damen-Einzel wurde erst im Halbfinale durch die Deutsche Djamila Nader (1:3) gestoppt. Auch das Bronze-Duell mit Amber Starren aus den Niederlanden (0:3) ging für Scheuer dann verloren.

AnnaHolzer NoraBreuer (c)ITSF
Anna Holzer und Nora Breuer holten ebenfalls Gold.

Nachwuchs räumte ab

Weil auch der Nachwuchs in Saragossa abräumte, holte Österreich nicht weniger als zwölf Medaillen – viermal Gold, zweimal Silber und sechsmal Bronze. „Österreich ist trotz aller Erfolge ein kleines Tischfußball-Land. Hinter den USA, Deutschland und Italien Platz vier im Medaillenspiegel zu belegen, ist keine Schande“, ordnete TFBÖ-Präsident Thomas Wagner die Leistung der Nationalspieler:innen ein.

„Es war überwiegend die ‚Next Generation‘, die bei diesen Titelkämpfen für die Medaillen gesorgt hat. Das ist eine Bestätigung unseres Weges. Wir setzen seit Jahren auf Nachwuchs-Förderung von der Breite bis in die Spitze und werden das auch weiterhin tun“, unterstrich Wagner. Neben dem Gold-Double von Burmetler durfte auch der U19-Titel im Classic Doppel der Burschen durch die Niederösterreicher Ludwig Gansch/Jan Kurz und im Classic Doppel der Mädchen durch die Steirerin Nora Breuer und die Niederösterreicherin Anna Holzer bejubelt werden.