„Danke an alle für alles!“

Auböck

Weltmeister. Europameister. Olympia-Vierter. Felix Auböck hört auf. „Ich habe mir diese Entscheidung nicht leicht gemacht und einige Wochen intensiv darüber nachgedacht. Jetzt ist für mich einfach der richtige Zeitpunkt“, erklärte der 28-Jährige. Eigentlich wollte er nochmals zur WM nach Singapur fahren und sich dort von allen Kollegen und Mitstreitern verabschieden.


„Ich bin aber zu der Überzeugung gekommen, dass ich das Niveau, das ich hatte, nicht mehr erreichen kann. Und nur mitzuschwimmen, ist mir einfach zu wenig. Wenn der Körper nicht mehr anspringt und du mental nicht mehr bereit bist, dann ist der Zeitpunkt gekommen. Dann macht das alles auch keinen Sinn mehr. Daher ziehe ich jetzt einen Schlussstrich. Danke an alle für alles!“

„Wermutstropfen“ Olympia

Felix Auböck blickt auf eine sehr erfolgreiche Karriere mit vier Medaillen bei Groß-Events zurück: „Ich habe mich bis in die Weltspitze vorgearbeitet, was nicht jedem Sportler vergönnt ist. Daher blicke ich sehr positiv auf die zehn Jahre Spitzensport zurück und bin dankbar, was ich erreichen durfte.“


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2021 war Felix in Abu Dhabi Kurzbahn-Weltmeister über 400 Freistil und hat bei der Langbahn-EM 2024 in Belgrad ebenfalls souverän Gold geholt. Dazu hat er noch bei der Langbahn-EM 2021 in Budapest Silber über 400 Freistil und 2022 in Rom Bronze über 200 Freistil gewonnen. Bei den Olympischen Spielen in Tokio 2020 hat er mit Platz vier in seiner Paradedisziplin über 400 Freistil um 0,13 Sekunden eine Olympiamedaille verpasst. „Das ist, wenn überhaupt, der einzige kleine Wermutstropfen.“

„Setze andere Prioritäten“

Schwimmen hat das Leben von Felix Auböck extrem geprägt und die Plattform Spitzensport viele Türen geöffnet. Auch die zu seinem Studium in Loughborough in England und Michigan in den USA zum Master und bald Doktor of Science im Fach Internationale finanzielle und politische Beziehungen: „Alles, was ich jetzt habe, ist wegen dem Schwimmen. Ohne meine sportlichen Erfolge hätte ich mein Studium nicht machen können, weil ich wahrscheinlich keine Stipendien bekommen hätte.“


Schwimmen habe ihm nicht nur sportlich, sondern auch beruflich die Welt geöffnet. „Ich habe Freunde auf der ganzen Welt und ich durfte viele Länder bereisen. Dafür bin ich sehr dankbar.“
Erhalten bleibt er dem Schwimmsport auch nach seiner aktiven Karriere. Auböck vertritt künftig im Schwimm-Weltverband World Aquatics die Interessen der europäischen Schwimmer:innen.