Lobnig rudert zu Weltcup-Silber

Lobnig rudert zu Weltcup-Silber

Bärenstarke Vorstellung von Magdalena Lobnig zwei Monate vor der Heim-WM in Linz-Ottensheim. Bei ihrem ersten Weltcupeinsatz in dieser Saison eroberte die 28-jährige Kärntnerin in Poznan/Polen die zweite Weltcup-Silbermedaille ihrer Karriere.

Das A-Finale im olympischen Damen-Einer beim zweiten Ruder-Weltcup der Saison war an Spannung kaum zu überbieten. Lobnig kam vom Start relativ gut weg, obwohl sie den zweiten Schlag verpatzte, die 500-m-Marke überquerten aber Fie Udby Erichsen (DEN) und die US-Amerikanerin Kara Kohler vor ihr. Im Verlauf des Rennens konnte sich dann die Neuseeländerin Emma Twigg an die Spitze setzen, ihr immer dicht auf den Fersen: Kohler und Lobnig.

500 Meter vor dem Ziel setzte Lobnig, wie bereits im Semifinale, ihre Geheimwaffe, den Endpurt ein. Meter für Meter machte sie auf die beiden Leaderinnen gut, in einem unfassbaren Herzschlagfinish fehlten der Heeressportlerin am Ende gerade nur 12 Hundertstel auf den Sieg, den Emma Twigg in der Zeit von 8:04,45 Minuten hauchdünn über die Ziellinie retten konnte. Platz drei ging noch an die ebenfalls sprintstarke Kanadierin Carling Zeeman.

„Die Strecke hier in Posen scheint mir echt zu liegen“, jubelte die WM-Dritte, die ebendort 2017 ihren ersten und bis dato einzigen Weltcupsieg gefeiert hatte. „Ich bin echt total glücklich, dass ich mich mit Silber auf die Heimreise mache, aber ein wenig zum Ärgern ist es auch, weil es kein perfektes Rennen von mir war. Und 12 Hundertstel sind ja praktisch nichts. Irgendwie hab ich heute nicht so gut in den Streckenschlag gefunden wie gestern. Aber ok, mit Platz zwei im letzten großen Wettkampf vor der WM bin ich trotzdem mehr als zufrieden.“

Poznan wird nämlich die einzige Weltcupstation in diesem Jahr bleiben. Den dritten Weltcup in Rotterdam/NED wird die VST Völkermarkt-Ruderin auslassen: „Ab jetzt startet die heiße Vorbereitungsphase auf die Heim-WM, wo es ja um ein Ticket für Olympia geht. Nächste Woche steht Alternativtraining auf dem Programm, danach sind zwei große Trainingsblöcke geplant.“